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Atomenergie in Europa > Zypern

Nicosia (Zypern)

Zypern, seit 1965 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO),[1] besitzt kein Atomkraftwerk und plant auch keine Nutzung der Atomenergie in absehbarer Zukunft. Stattdessen ist Zypern seit Fukushima besorgt über die Energieprogramme "einiger Länder" (womit wohl die Türkei gemeint ist) und forderte anlässlich einer IAEO-Konferenz im Dezember 2012 in Japan eine Verbesserung der Sicherheitsstandards.[2]

Bislang ist der Mittelmeerstaat von der Einfuhr fossiler Brennstoffe abhängig, fördert jedoch seit der Zerstörung des größten Stromkraftwerks 2011 die Nutzung erneuerbarer Energien durch günstige Einspeistarife und Subventionen.[3] Hoffnungen werden auch in große Erdgas- und Erdölvorkommen an der zypriotischen Küste gesetzt.[4]

Seit 2007 soll es in der Türkei Überlegungen gegeben haben, im türkischen Nordteil der Insel ein Atomkraftwerk zu errichten, das auch den griechischen Teil mit Energie versorgen sollte. Griechische und türkische Zyprioten wie auch die Regierung sollen diesen Plänen jedoch skeptisch gegenüberstehen.[5]

Die zypriotische Regierung kritisiert die Absicht der Türkei, in Akkuyu nahe Mersin, einem erdbebengefährdetem Gebiet, nur 60 km von der Nordküste Zyperns entfernt, ein Atomkraftwerk bauen zu wollen.[6][7]

→ AtomkraftwerkePlag: Türkei

(Letzte Änderung: 08.03.2020)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. pub.iaea.org: Statement des designierten Botschafterin Ionna Malliotis abgerufen am 1. Januar 2014
  3. GTAI: Zypern fördert erneuerbare Energien vom 11. September 2011 (via WayBack)
  4. Zeit Online: Zyperns Schatz vom 11. Februar 2013
  5. Deutsch Türkische Nachrichten: Energiebedarf auf Zypern: Ist ein AKW die Lösung? vom 21. Juli 2011 (via WayBack)
  6. Reuters USA: Cyprus says worried by Turkish nuclear plans vom 21. März 2011
  7. Famagusta Gazette: Controversial nuclear station near Cyprus looks likely von 2011
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