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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Nordkorea > Yongbyon 5-MW-Reaktor (Nordkorea)

Gasgekühlter grapitmoderierter Reaktor • Leistung: 5 MW •
Baubeginn: 1979 • Fertigstellung: 1986 • Schließung: 2007 • Wiederinbetriebnahme: 2013[1]


Gasgekühlter Reaktor am Forschungszentrum Yongbyon

Yongbyon_5MWe_Reactor_-_North_Korea_(UPDATE)

Yongbyon 5MWe Reactor - North Korea (UPDATE)

(Hochgeladen in YouTube am 19. März 2014)

Im nuklearen Forschungszentrum Yongbyon in Nordkorea befindet sich ein graphitmoderierter und gasgekühlter Reaktor mit einer Leistung von 5 MW, der mit Natururan betrieben wird. Mit dem Bau des Atomkraftwerks wurde 1979 begonnen, als Jahr der Fertigstellung wird 1986 angegeben.[1]

Der Reaktor ist politisch bedeutsam, weil schon bald nach Fertigstellung der Verdacht aufkam, dass dieser mit zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium genutzt wurde, und nicht zur Energieerzeugung, wie Nordkorea versicherte.[1]

Schließung und Wiederinbetriebnahme

1994 wurde der 5-MW-Reaktor stillgelegt. 2002 kündigte Nordkorea jedoch die Wiederinbetriebnahme an, da die USA Nordkorea auf die Liste der sogenannten Schurkenstaaten gesetzt hatte.[2][1] Nordkorea produzierte in diesem Atomkraftwerk Plutonium für seinen ersten Atomwaffentest im Oktober 2006, schloss den Reaktor jedoch 2007 nach internationalen Verhandlungen.[3] 2008 wurde der Kühlturm gesprengt.[4][1]

Am 2. April 2013 kündigte Nordkorea die Wiederinbetriebnahme des 5-MW-Reaktors an.[3][1] Nach südkoreanischen Beobachtungen vom Oktober 2013 soll Nordkorea den Reaktor tatsächlich wieder hochgefahren haben. Russland warnte, dass die aufgrund von Bauplänen aus den 1950er Jahren errichtete Einheit in einem sehr schlechten Zustand sei und eine Katastrophe auslösen könne.[5] Nach südkoreanischen Informationen vom Februar 2014 könnte er leicht in Brand geraten.[6]

Am 15. September 2015 gab Nordkorea offiziell die Wiederinbetriebnahme aller Anlagen zur Produktion von Atomwaffen in Yongbyon bekannt, darunter auch des 5-MW-Reaktors.[7] Satellitenbilder deuteten darauf hin, dass der Reaktor zwischen Ende 2014 und Ende 2015 nur zeitweise oder mit geringer Leistung betrieben wurde.[8]

(Letzte Änderung: 11.03.2017)

Einzelnachweise

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