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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > USA > Wolf Creek (USA)

Druckwasserreaktor • Leistung: 1.285 MW • Typ: WH 4LP (DRYAMB) • Hersteller: Westinghouse •
Baubeginn: 31. Mai 1977 • Inbetriebnahme: 22. Mai 1985 •[1][2] Abschaltung: offen


Capitol in Topeka (Kansas)

Der Standort Wolf Creek befindet sich bei Burlington im Bundesstaat Kansas, 55 Meilen südlich von Topeka, 90 Meilen südwestlich von Kansas City und 120 Meilen nordöstlich von Wichita. In Wolf Creek wird seit 1985 ein Druckwasserreaktor mit einer Leistung von 1.285 MW betrieben. Es ist das einzige Atomkraftwerk in Kansas. Eigentümer ist die Kansas City Power & Light Co., Betreiber die Wolf Creek Nuclear Operation Corporation.[1][3] Hersteller war Westinghouse.[2]

Die 1977 begonnenen Baumaßnahmen mussten nach dem Atomunfall von Harrisburg/Three Mile Island 1979 unterbrochen und ein Redesign mit verbesserten Sicherheitsstandards durchgeführt werden. Die Baukosten, ursprünglich auf 525 Mio US-Dollar geschätzt, versechsfachten sich annähernd auf 3 Mrd. US-Dollar. Für Stilllegung und Entsorgung nach Ende der Laufzeit wird mit Kosten von 1 Mrd. US-Dollar gerechnet.[4]

Am 20. November 2008 verlängerte die Nuclear Regulatory Commission (NRC) die Betriebsgenehmigung für Wolf Creek auf 60 Jahre. Der Reaktor darf nun bis 2045 betrieben werden.[5]

Störfälle

1994 ließen Arbeiter bei einem Zwischenfall 9.200 Gallonen Kühlwasser aus dem Reaktorkern auslaufen. Hätte dies nur fünf Minuten länger gedauert, wären die Brennelemente freigelegt worden, woraus eine Überhitzung des Reaktorkerns resultiert hätte.[6]

Am 19. August 2009 schlug ein Blitz nahe der Anlage ein, worauf sich Reaktor und Turbine automatisch abschalteten. Die Ersatzgeneratoren stellten zwar die Stromversorgung sicher, allerdings kam es zu einem Leck in einer Leitung des "Essential Service Water (ESW)". Ein ähnliches Leck war bereits im April 2008 aufgetreten.[7]

2011 übersahen Arbeiter mehrere Anzeichen dafür, dass Gas aus einem Leck in die Röhren des Sicherheitssystems ausgetreten war, was die Funktion vom Pumpen und Kontrollventilen beeinträchtigte.[8]

Am 13. Januar 2012 ereignete sich eine Generatorpanne. Daraufhin kam es bei einem Transformator zum Stromausfall, und das AKW wurde von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Einer der Notdieselgeneratoren fiel ebenfalls aus, und es gab Probleme mit einer Pumpe. Einen Monat später war das Atomkraftwerk immer noch abgeschaltet, die NRC startete ein Inspektionsprogramm.[7]

Am 6. Oktober 2014 ging der Transformator eines Dieselgenerators in Flammen auf. Dabei wurde auch der Generator selbst beschädigt, der Ersatzstrom bei einem Stromausfall liefern soll. Wolf Creek wurde heruntergefahren, und der Generator instandgesetzt.[9]

Wolf Creek Nuclear Operation Corporation (Homepage des Betreibers)

(Letzte Änderung: 19.09.2018)

Einzelnachweise

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