Atomenergie in Europa > Russland > Troizk (Russland)

6 graphitmoderierte Leichtwasserreaktoren • Leistung: 6 x 100 MW • Typ: GLWR •
Hersteller: Minatomenergo • Baubeginn: 1954 • Inbetriebnahme: 1958/1959/1960/1960/1961/1963 •
Abschaltung: 1987/1987/1989/1990/1990/1990[1]


Zweites russisches Atomkraftwerk

Troizk in der Oblast Tscheljabinsk (Russland)

Troizk (englisch: Troitsk) ist ein stillgelegtes Atomkraftwerk, das sich in der Nähe der gleichnamigen russischen Stadt, 75 Kilometer südlich von Tscheljabinsk, an der kasachischen Grenze befindet.[2]

Die Anlage besteht aus sechs graphitmoderierten Leichtwasserreaktoren mit einer Leistung von je 100 MW, die 1954 bestellt wurden und noch im gleichen Jahr in Konstruktion gingen. Sie wurden 1958/1959/1960/1960/1961/1963 in Betrieb genommen.[1] Troizk-1 war der zweite kommerzielle Reaktor der ehemaligen Sowjetunion nach Obninsk (Russland).[3]

Militärische und zivile Nutzung

Die sechs Einheiten dienten zur Herstellung von Plutonium für Atomwaffen und zur Stromerzeugung gleichermaßen. Mit angereichertem Uran und siedendem Wasser betrieben, waren sie frühe Vorläufer späterer graphitmoderierten Leichtwasserreaktoren von Typ RBMK wie Leningrad oder Tschernobyl.[4]

Eigentümer und Betreiber von Troizk ist das Ministerium für Atomenergie der russischen Föderation,[5] Hersteller war Minatomenergo. Die sechs Einheiten wurden in den Jahren 1987/1987/1989/1990/1990/1990 abgeschaltet.[1]

Weitere Links

→ IAEO PRIS: Troitsk 1 (via WayBack)
→ IAEO PRIS: Troitsk 2 (via WayBack)
→ IAEO PRIS: Troitsk 3 (via WayBack)
→ IAEO PRIS: Troitsk 4 (via WayBack)
→ IAEO PRIS: Troitsk 5 (via WayBack)
→ IAEO PRIS: Troitsk 6 (via WayBack)

(Letzte Änderung: 03.01.2021)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 IAEO: LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE von 1997
  2. books.google.de: The International Politics of Nuclear Waste (S. 5) von 1991
  3. fas.org: Technology and Soviet Energy Availability vom November 1981 (via WayBack)
  4. fas.org: Nuclear Power in the Soviet Bloc vom März 1982
  5. IAEO: Troitsk 1 abgerufen am 3. Januar 2021 (via WayBack)
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