Kernfusion und Fusionsanlagen > TJ-II (Spanien)

Typ: Stellarator • Betreiber: LNF • Baubeginn: 1991 • Inbetriebnahme: 1997


Zweitgrößte Stellarator-Forschungsanlage Europas

Modell des Stellarators TJ-II

Der TJ-II ist eine Anlage zur Erforschung der Kernfusion, die das Laboratorio Nacional de Fusión (LNF), ein Mitglied des Konsortiums EUROfusion, in Madrid betreibt. Das LNF hat zwei Forschungsschwerpunkte: eingeschlossene Hochtemperatur-Plasmas und die Technologie für Entwicklung und Betrieb von Fusionsreaktoren. Das Laboratorium hat sich auf Studien zur Modifikation von Materialien spezialisiert, die Strahlung ausgesetzt sind.[1]

Der seit 1997 betriebene TJ-II ist mit einem maximalen Radius von 1,5 Metern nach dem deutschen Wendelstein 7-X der zweitgrößte Stellarator Europas. Nachdem 1990 die teilweise Finanzierung der Anlage durch EURATOM genehmigt wurde, entwickelte die LNF in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory (USA) das Design. 1991 bis 1996 wurde der Stellarator konstruiert und Ende 1997 mit der Erzeugung des ersten Plasmas in Betrieb genommen. Ziel des TJ-II-Projekts ist die Erforschung des physikalischen Verhaltens magnetisch eingeschlossenen Plasmas; hierbei soll ein signifikanter Beitrag zur Entwicklung der Kernfusion für die Energieerzeugung geliefert werden.[2]

(Letzte Änderung: 01.03.2021)

Einzelnachweise

  1. fusion.ciemat.es: Laboratorio Nacional de Fusión abgerufen am 1. März 2021
  2. fusion.ciemat.es: TJ-II abgerufen am 1. März 2021
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.