Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Senegal

Dakar (Hauptstadt des Senegal)

Der Senegal, seit 1960 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO),[1] bekundete 2007 sein Interesse, ein Atomprogramm aufzusetzen.[2]

2010 kündigte der Energieminister an, dass das afrikanische Land bis 2020 ein Atomkraftwerk fertigstellen wolle.[3] 2010 gehörte Senegal auch zu den Staaten der Afcone, einer afrikanischen Kommission, die die Nutzung der Atomkraft fördern möchte.[4]

Angesichts der Fukushima-Katastrophe hat Senegal diese Pläne jedoch 2011 widerrufen. Präsident Abdoulaye Wade wollte einen Antrag an die Afrikanische Union stellen, den Kontinent zu einer atomfreien Zone zu erklären.[5]

Am 26. September 2018 unterzeichneten der Senegal und Frankreich ein Rahmenabkommen zur Kooperation im Bereich der Atomenergie und zur Errichtung eines nuklearen Forschungszentrums in dem afrikanischen Staat.[6]

(Letzte Änderung: 23.11.2019)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. handelszeitung.ch: Afrika setzt mit Volldampf auf Atomkraft vom 27. November 2007
  3. Deutsche Welle: Strahlende Zukunft? - Atomstrom in Afrika vom 21. Juni 2010
  4. www.nuklearforum.ch: Afrikanische Kommission zur Kernenergie konkretisiert sich vom 17. August 2012
  5. AG Friedensforschung: Afrikanische Staaten würden auf Atomkraft setzen vom 4. Juli 2011
  6. Africsis: Senegal and France ink nuclear framework partnership agreement vom 26. September 2018
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