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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Ruanda

Kigali (Ruanda)

Ruanda besitzt bislang keine Atomkraftwerke, hat aber 2018 erste Schritte eingeleitet, solche errichten zu lassen.

2011 schloss Ruanda jedoch ein Abkommen mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), um Atomenergie nichtkommerziell nutzen zu können. Damit sollen die Sektoren Gesundheit, Wasser, Landwirtschaft und Umwelt gefördert werden.[1] 2012 wurde Ruanda Mitglied der IAEO.[2]

Im Juni 2013 besuchte ein Vertreter der IAEO die Ministerin für Landwirtschaft und Nutztiere und führte sie in nukleare Techniken ein, mit denen neue Pflanzen und Tierfutter entwickelt werden und die zu einer besseren Nahrungsmittelversorgung beitragen können.[3]

Am 22. Juni 2018 unterzeichneten das Ministerium für Infrastruktur der Republik Ruanda und der russische Staatskonzern ROSATOM eine Absichtserklärung zur Kooperation im Bereich der friedlichen Nutzung der Atomenergie.[4] Am 5. Dezember 2018 wurde ein Rahmenabkommen zwischen Ruanda und Russland abgeschlossen, das u.a. die Errichtung eines nuklearen Forschungs- und Technologiezentrums sowie von Atomkraftwerken einschließt.[5] Das nukleare Forschungs- und Technologiezentrum soll bis 2022/2023 im Industriepark Bugesera erbaut werden.[6]

Im März 2019 wurde über Widerstände von Seiten der Opposition berichtet, die argumentiert, dass Ruanda zu klein für en Atomkraftwerk sei. Außerdem wurde auf fehlendes Budget und auf die Gefahr von Atomunfällen wie in Fukushima oder Tschernobyl hingewiesen.[7]

(Letzte Änderung: 04.05.2019)

Einzelnachweise

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