Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Neuseeland und Ozeanien

Wellington (Neuseeland)

Neuseeland, ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 1957,[1] und die ozeanischen Staaten haben keine Atomkraftwerke; es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass sich dies ändern könnte.

Neuseeland kann als Vorbild für den Umstieg auf erneuerbare Energien gelten. Es plante zwar, wie die World Nuclear Association (WNA) berichtet, 1968 die Nutzung von Atomkraft und den Bau von vier Reaktoren. Nach der Entdeckung von Gasfeldern und Kohlevorkommen wurden diese Pläne 1972 aber fallengelassen. 1987 erklärte sich das Land zur atomfreien Zone.[2]

Seit Anfang der 1980er Jahre richtete Neuseeland seine Energieversorgung auf erneuerbare Energien aus, so dass 2013 bereits 80 % des Energiebedarfs durch Wasserkraft, Geothermie und Windenergie gedeckt wurden; bis 2025 sollen es 90 % sein. Auch die Schwankungen bei der Energieerzeugung und die Energiespeicherung scheint Neuseeland im Griff zu haben. Neuerdings werden jedoch viele Ökostrom-Projekte nicht mehr weiterverfolgt, weil die Regierung stattdessen die Erschließung großer Gas- und Ölfelder in der Tasmanischen See plant.[3]

Im August 2015 erklärte das neuseeländische Energieministerium, dass 2018 die beiden letzten Kohlekraftwerke des Landes geschlossen und der damit erzeugte Strom durch erneuerbare Energien ersetzt werden sollen.[4]

(Letzte Änderung: 16.10.2020)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 16. Oktober 2020
  2. WNA: Nuclear Energy Prospects in New Zealand abgerufen am 16. Oktober 2020
  3. Zeit Online: Neuseelands traumhafte Öko-Bilanz in Gefahr vom 4. Dezember 2013
  4. energiezukunft.eu: Neuseeland steigt aus der Kohle aus vom 13. August 2015
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