Kernfusion und Fusionsanlagen > National Compact Stellarator Experiment (USA)

Typ: Stellarator • Betreiber: PPPL • Radius des Plasmasrings: 1,4 Meter •
Baubeginn: April 2003 • Projektende: 22. Mai 2008


Das National Compact Stellarator Experiment (NCSX) war eine Anlage zur Erforschung der Kernfusion, die vom Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory konstruiert wurde und in Princeton im US-Bundestaat New Jersey betrieben werden sollte. Sie kam jedoch nicht über die Bauphase hinaus.[1]

Der NSTX war als neuartige Ausprägung eines "Compact Stellarator" geplant, dessen Magnetfeldstruktur "quasi-symmetrisch", ähnlich wie in einem Tokamak, sein sollte. Man versprach sich davon gegenüber herkömmlichen Stellaratorkonzepten eine höhere Energiedichte und einen ökonomischeren Betrieb. Die Bauarbeiten wurden formal im April 2003 mit einer Spezifikation des Konstruktionsdesigns und der Fabrikation von Komponenten gestartet, von denen die ersten im Oktober 2005 geliefert wurden. Der NCSX sollte aus 18 modularen Spulen bestehen, und der Radius des Plasmasrings 1,4 Meter betragen.[1] 2006 wurde noch von großen Fortschritten bei der Produktion gesprochen.[2]

Ende 2006 stellte sich jedoch heraus, dass der ursprüngliche Zeitplan (Fertigstellung im Juli 2009) und der Kostenrahmen von 102 Mio. US-Dollar nicht eingehalten werden konnten. Im Mai 2008 lagen die Kostenschätzungen bei 170 Mio. US-Dollar, und als Monat der Fertigstellung wurde der August 2013 genannt. Am 22. Mai 2008 gab das U.S. Department of Energy deswegen bekannt, dass das Projekt vorzeitig eingestellt wurde.[3]

→ PPPL: NCSX Machine (Homepage)

(Letzte Änderung: 26.02.2021)

Einzelnachweise

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