Kernfusion und Fusionsanlagen > NOVA-UNICAMP (Brasilien)

Typ: Tokamak • Plasmatemperatur: 1,5 Mio. Grad • Betreiber: Institute of Physics Gleb Wataghin •
Baubeginn: ? • Inbetriebnahme: 1996 • Abschaltung: offen


NOVA-UNICAMP ist eine Anlage zur Erforschung der Kernfusion, die vom Institute of Physics Gleb Wataghin in Campinas im brasilianischen Bundesstaat São Paulo betrieben wird.[1]

Die Anlage vom Typ Tokamak stand ursprünglich unter dem Namen Nova II an der Universität Kyoto in Japan.[2] Das Institut in Brasilien erhielt sie 1996 als Geschenk.[1]

Der NOVA-UNICAMP besitzt einen Eisenkern und einem maximalen Radius von 30 cm. Er wurde 1996 in Betrieb genommen und kann Wasserstoff auf eine Temperatur von 1,5 Mio. Grad erhitzen; das Plasma bleibt 15 Millisekunden erhalten. Die Anlage dient zur Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Plasma und Wand und Entwicklung optischer Diagnose. Es werden grundlegende Plasmaparameter, wie Temperatur, Dichte und Art der Verunreinigungen im Wasserstoffplasma, gemessen. [1][3]

Der NOVA-UNICAMP ist auch beim Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) verzeichnet.[4]

(Letzte Änderung: 01.03.2021)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 IFGW: GFPFTC - Group of Plasma Physics and Controlled Thermonuclear Fusion abgerufen am 1. März 2021
  2. iter.org: Fusion machines | The second-hand market vom 11. Juni 2018
  3. scielo.br: Tokamak NOVA-UNICAMP Recent Results vom 26. Juni 2001
  4. IPP: Tokamaks weltweit abgerufen am 1. März 2021
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