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[[Datei:Línea,_La_Habana,_Cuba.jpg|thumb|270px|Havanna (Kuba)]]
Kuba plante 1975 den Einstieg in die Atomenergie in Zusammenarbeit mit der damaligen Sowjetunion. In Juraguá war ein Atomkraftwerk mit vier Reaktoren der sowjetischen Bauart VVR-400 geplant.<ref name="cuba.cu">cuba.cu: [http://www.cuba.cu/gobierno/documentos/2001/ale/e271001a.html Ein infamer Absatz] vom 27. Oktober 2001 (offizielle Mitteilung)</ref>
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Kuba, ein Gründungsmitglied der [[Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO)|Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO)]] 1957,<ref>IAEO: [https://www.iaea.org/about/memberstates Member States] abgerufen am 11. März 2016</ref> plante 1975 mit Unterstützung der ehemaligen Sowjetunion den Einstieg in die Nutzung der Atomenergie.<ref name="cuba.cu">cuba.cu: [http://www.cuba.cu/gobierno/documentos/2001/ale/e271001a.html Ein infamer Absatz] vom 27. Oktober 2001 (offizielle Mitteilung)</ref>
   
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1978 wurde ein Abkommen zwischen beiden Staaten geschlossen, das den Bau von insgesamt 12 Reaktoren vorsah. Je vier Reaktoren sollten in Juraguá im Süden Kubas, in Puerto Esperanza im Westen und in Holguin im Osten errichtet werden. Die Sowjetunion reduzierte diese Pläne schließlich auf den Standort Juraguá.<ref>Havanna Journal: [http://havanajournal.com/politics/entry/cuba_unfinished_power_source/ Cuba’s unfinished power source] vom 21. Oktober 2003</ref><br />
1983 begann Kuba mit dem Bau, der aber aufgrund des Untergangs der Sowjetunion und aus finanziellen Gründen 1992 gestoppt wurde. 1997 wurde das Projekt aufgrund von Sicherheitsmängeln endgültig eingestellt.<ref>NZZ Folio 04/2011: [http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/69121f81-c8d5-48e6-b7d4-aa8956105b32.aspx Fidels hundert Feuer]</ref><ref>Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Juragu%C3%A1 Kernkraftwerk Juraguá]</ref>
 
   
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An diesem Standort wurde 1983 und 1985 mit den Bauarbeiten an zwei Reaktoren der sowjetischen Bauart WWER-400 begonnen. Da Kuba jedoch seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen konnte, wurde das Projekt 1992 zunächst ausgesetzt und 1997 endgültig aufgegeben. Ein Angebot des russischen Präsidenten Putin aus dem Jahr 2000 zur Fortsetzung der Bauarbeiten wurde von Kuba abgelehnt.
Staatschef Fidel Castro hatte während des Baus noch erklärt: "Keine Anlage in der Welt wird sicherer sein."<ref>DER SPIEGEL 1/1988: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13525756.html Lustgewinn wie auf einem Nagelbrett] vom 4. Januar 1988</ref> Die USA hatten jedoch gegen das AKW protestiert, da sie es als Sicherheitsrisiko für ihre Südstaaten ansahen.<ref>DER SPIEGEL 35/1995: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9209639.html Atommeiler mit russischer Hilfe] vom 28. August 1995</ref><ref>gao.gov: [http://www.gao.gov/products/RCED-92-262 Concerns About the Nuclear Power Reactors in Cuba] vom 24. September 1992</ref>
 
   
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Detaillierte Informationen unter → [[Juraguá (Kuba)]]
Bei einem Besuch im Dezember 2000 signalisierte der russische Präsident Putin seine Bereitschaft zum Weiterbau des Atomkraftwerks, Fidel Castro hatte jedoch kein Interesse mehr daran.<ref>nti.org: [http://www.nti.org/country-profiles/cuba/ Country Profiles/Cuba] abgerufen am 11. Januar 2014</ref> Kein Wunder: Kuba hatte 1,456 Mrd. US-Dollar für den Bau und zusätzliche 134 Mio. US-Dollar für die Instandhaltung von Geräten in den Sand gesetzt.<ref name="cuba.cu"/>
 
   
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Das neuere kubanische Atomprogramm sieht die Anwendung der Atomenergie nur noch in den Bereich Gesundheit, Industrie, Landwirtschaft und Umweltschutz vor.<ref>IAEO: [http://www-pub.iaea.org/MTCD/Publications/PDF/Pub1328_web.pdf CUBA: A COUNTRY PROFILE ON SUSTAINABLE ENERGY DEVELOPMENT] von 2008</ref> Hierbei kooperiert Kuba eng mit der IAEO, dessen Generaldirektor das Land 2013 besuchte.<ref>Radio Havanna Cuba: [http://www.radiohc.cu/en/noticias/nacionales/360-general-director-of-iaea-beings-official-visit-to-cuba General Director of IAEA Beings Official Visit to Cuba] vom 29. September 2013</ref><br /><br />
→ IAEO: [http://www.iaea.org/Publications/Magazines/Bulletin/Bull321/32104794952.pdf Nuclear energy in Cuba - An indispensable link toward development] (IAEA Bulletin 1/1990)<br /><br />
 
   
 
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Aktuelle Version vom 26. Dezember 2016, 17:54 Uhr

Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Kuba

Havanna (Kuba)

Kuba, ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 1957,[1] plante 1975 mit Unterstützung der ehemaligen Sowjetunion den Einstieg in die Nutzung der Atomenergie.[2]

1978 wurde ein Abkommen zwischen beiden Staaten geschlossen, das den Bau von insgesamt 12 Reaktoren vorsah. Je vier Reaktoren sollten in Juraguá im Süden Kubas, in Puerto Esperanza im Westen und in Holguin im Osten errichtet werden. Die Sowjetunion reduzierte diese Pläne schließlich auf den Standort Juraguá.[3]

An diesem Standort wurde 1983 und 1985 mit den Bauarbeiten an zwei Reaktoren der sowjetischen Bauart WWER-400 begonnen. Da Kuba jedoch seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen konnte, wurde das Projekt 1992 zunächst ausgesetzt und 1997 endgültig aufgegeben. Ein Angebot des russischen Präsidenten Putin aus dem Jahr 2000 zur Fortsetzung der Bauarbeiten wurde von Kuba abgelehnt.

Detaillierte Informationen unter → Juraguá (Kuba)

Das neuere kubanische Atomprogramm sieht die Anwendung der Atomenergie nur noch in den Bereich Gesundheit, Industrie, Landwirtschaft und Umweltschutz vor.[4] Hierbei kooperiert Kuba eng mit der IAEO, dessen Generaldirektor das Land 2013 besuchte.[5]

(Letzte Änderung: 26.12.2016)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. cuba.cu: Ein infamer Absatz vom 27. Oktober 2001 (offizielle Mitteilung)
  3. Havanna Journal: Cuba’s unfinished power source vom 21. Oktober 2003
  4. IAEO: CUBA: A COUNTRY PROFILE ON SUSTAINABLE ENERGY DEVELOPMENT von 2008
  5. Radio Havanna Cuba: General Director of IAEA Beings Official Visit to Cuba vom 29. September 2013