Kernfusion und Fusionsanlagen > K-DEMO (Südkorea)

Typ: Tokamak • Plasmaradius: 6,8 Meter • Betreiber: NFRI •
Leistung: 400-700 MW • Geplanter Baubeginn: 2022 • Geplante Inbetriebnahme: 2037/2050


Nachfolger von KSTAR und ITER

Designkonzept des geplanten Fusionsreaktors K-DEMO

K-DEMO (Korean Demonstration Fusion Power Plant) ist der geplante Prototyp eines Kernfusionskraftwerks, welcher unter Leitung des südkoreanischen National Fusion Research Institute (NFRI) im südkoreanischen Daejeon errichtet und betrieben werden soll.[1]

Das NFRI kündigte im Januar 2013 an, in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) in New Jersey einen ersten Designentwurf für K-DEMO zu erstellen. In der Nachfolge der eigenen Forschungsanlage KSTAR und des im Bau befindlichen ITER in Frankreich solle K-DEMO als erstes richtiges Fusionskraftwerk Elektrizität für das Stromnetz erzeugen. Laut PPPL solle die Anlage letzlich 1.000 MW in mehreren Wochen generieren.[1]

Betrieb ab Mitte der 2030er Jahre?

In den Jahren ab 2013 sollte so viel Know-how aufgebaut werden, dass der Fusionsreaktor zwischen 2022 und 2036 errichtet werden könne. Die Investitionen wurden auf 941 Mio. US-Dollar geschätzt.[1] Laut eines weiteren Berichts von 2013 soll K-DEMO einen maximalen Radius von 6,65 Metern besitzen und 2037 fertiggestellt werden. In einer ersten Phase bis 2050 soll die Anlage auch zum Komponententest eingesetzt werden, danach zur Stromerzeugung im dauerhaften Betrieb.[2]

Im September 2014 wurde vom PPPL ein vorläufiges Konzept für eine Magnetkonfiguration veröffentlicht.[3]

Am 22. April 2015 wurde die konzeptionelle Designstudie für eine kurzfristige Umsetzung veröffentlicht. Auch darin wird von einem zweiphasigen Betrieb ausgegangen. In der ersten Phase soll die Anlage zur Stromerzeugung, zur Demonstration eines autarken Tritiumzyklus´ sowie zum Test von Komponenten dienen, in der zweiten (nach einem Austausch von Komponenten) zur Stromerzeugung mit einer Kapazität von 400 bis 700 MW. Der Radius wurde nun mit 6,8 Metern angegeben.[4]

Weitere Links

→ National Fusion Research Institute: Homepage abgerufen am 25. Februar 2021
→ IEEE XPlore: Development of the K-DEMO divertor concept von 2015

(Letzte Änderung: 25.02.2021)

Einzelnachweise

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