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Atomenergie in Europa > Island

Reykjavík (Island)

Die nordwesteuropäische Vulkaninsel Island ist laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in der glücklichen Lage, ihren "Strombedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien (79,2 % Wasserkraft; 20,7 % Geothermie; 0,06 % Windkraft)" decken zu können.[1] Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch lag 2019 bei 78 %.[2]

Island war 1957 ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[3]

1958 trat der US-Konzern General Electric an Island heran und bot kleine Atomkraftwerke als Alternative zu fossilen Energieträgern an. Das Angebot wurde geprüft, Planungen wurden durchgeführt, dann aber nicht weiterverfolgt.[4]

Laut Informationen des isländischen Außenministeriums ist Island Mitgliedsstaat der Nordic Nuclear Safety Research Platform (NKS) und der Nuclear Energy Agency (NEA). Ionisierende Strahlung wird nur für medizinische Zwecke bzw. in Industrie und Forschung verwendet. Deswegen und aufgrund der nuklearen Sicherheit seiner Nachbarländer kooperiert Island international im Bereich der Atomenergie.[5]

Da die Kapazitäten des Staates aus erneuerbaren Energien weitgehend ungenutzt sind, plante Island 2014 den Bau eines Unterseekabels nach Großbritannien, um Strom nach Europa zu exportieren.[6]

(Letzte Änderung: 25.08.2021)

Einzelnachweise

  1. BGR: BGR Energiestudie 2019 vom April 2020 (S.67)
  2. statista.com: Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Island in den Jahren 2009 bis 2019 von 2021
  3. IAEO: Member States abgerufen am 20. März 2021
  4. grapevine.is: The Nuclear Plant That Almost Was vom 29. Januar 2013
  5. Ministry For Foreign Affairs (Island): International Security Issues - Nuclear Issues abgerufen am 10. November 2012 (via WayBack)
  6. RP Online: Island will Europa mit Strom versorgen vom 16. September 2014
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