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Atomenergie in Europa > Griechenland

Fira Santorin 12

Santorin (Griechenland)

Griechenland, ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 1957,[1] besitzt keine kommerziellen Atomkraftwerke und möchte auch keine bauen. Begründet wird dies mit der Erdbebengefahr.[2]

Ab den frühen 1960er Jahren, insbesondere zur Zeit der Militärregierung von 1967 bis 1974, gab es immer wieder Pläne zur Einführung der Atomenergie in Griechenland.[3]

Ab 1961 wurde bei Agia Paraskevi, einem Vorort von Athen, der Forschungsreaktor "Greek Research Reactor" (GRR-1) mit einer Leistung von 5 MW betrieben. 2004 wurde der GRR-1 wegen einer geplanten Sanierung und Modernisierung abgeschaltet. 2008 wurde das Gebäude renoviert, 2011 das Primärkühlsystem stillgelegt.[4][5]

Zu ersten Protesten gegen die Atomkraft war es am 15. Mai 1975 gekommen, als bekannt geworden war, dass Karystos auf der Insel Evia (Euböa) als möglicher Standort für ein Atomkraftwerk diskutiert wurde. Trotz des Atomunfalls in Harrisburg/Three Mile Island (USA) im März 1979 und eines schweren Erdbebens am 24. Februar 1981 der Stärke 6,7 der Richter-Skala bei den Halcyoninseln, 77 km westlich von Athen, wurde noch an der Einführung der Atomkraft festgehalten. Nach dem Sieg der sozialistischen Partei unter Andreas Papandreou in den Wahlen vom 18. Oktober 1981 und öffentlichen Widerständen gab die die neue Regierung jedoch Pläne zur Errichtung eines Atomkraftwerks auf..[3]

Nach der Fukushima-Katastrophe forderte Griechenland zusammen mit vier anderen Staaten den europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft.[6]

(Letzte Änderung: 08.03.2020)

Einzelnachweise

  1. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  2. Handelsblatt: Wie die Staaten weltweit zur Kernenergie stehen vom 21. April 2011 (via WayBack)
  3. 3,0 3,1 honest2020.eu: Greece -Short Country Report vom Juli 2018
  4. naweb.iaea.org: Efficient Utilization of the Greek Research Reactor vom 19. Februar 2008
  5. iaea.org: General aspects of the GRR-1 Primary Cooling System decommissioning project vom 11. Oktober 2011 (via WayBack)
  6. Spiegel Online: Fukushima und die Folgen: Fünf EU-Länder fordern europaweiten Atomausstieg vom 21. März 2011
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