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Gerhard Goll war in den 1980er Jahren zunächst Geschäftsführer der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag und später Staatsrat in der Landesregierung unter Erwin Teufel. Unter seiner Führung füsionierten der Versorger Badenwerk mit der Energie-Versorgung Schwaben zu EnBW.[1]

2000 unterzeichnete Goll zwar die Vereinbarung zum Atomausstieg, die Gerhard Schröder mit den Atomkonzernen abschloss. 2008 relativierte Goll seine Unterschrift jedoch: Die Vereinbarung der rot-grünen Koalition sei eine "politische Dummheit“ gewesen; Atomenergie sei unverzichtbar, weswegen man nun über eine Laufzeitverlängerung reden müsse.[2]

2002 wurde Goll der Preis "Umwelt-Dinosaurier des Jahres 2002" verliehen, da er den Atomausstieg weiterhin blockierte und sich weigerte, das Alt-AKW Obrigheim (Baden-Württemberg) stillzulegen.[3]

Die "Zeit" berichtete 2012, dass Goll wahrscheinlich aufgrund der engen Verbindung der baden-württembergischen Landespolitik mit EnBW den Posten beim Konzern erhalten hatte. Es soll auch eine Parteispendenaffäre gegeben haben, aufgrund derer Goll bei Ende seiner Tätigkeit das Archiv der Konzernrevision von EnBW vernichtet haben soll. Goll bestritt dies.[1]

(Letzte Änderung: 02.02.2020)

Einzelnachweise

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