Entsorgungsunternehmen > Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ)

Zwischenlager Gorleben

Am 19. Oktober 2016 verabschiedete das Bundeskabinett ein Gesetzespaket zur Lagerung der atomaren Altlasten. Die Atomkonzerne müssen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds 23,6 Mrd. Euro einzahlen. Im Gegenzug trägt künftig der Staat – also der Steuerzahler – die Verantwortung und alle Risiken für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls. Stilllegung und Rückbau der Atomkraftwerke müssen weiter die Konzerne finanzieren.[1] Das "Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung" trat im Dezember 2016 in Kraft.[2][3]

Als organisatorische Konsequenz des Gesetzes wurde am 1. März 2017 eine neue "Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ)" durch die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) mit Firmensitz in Essen gegründet. [3] Der Bund übennimmt dabei von der GNS ca. 70 Beschäftigte am Standort Essen sowie 80 Beschäftigte aus Gorleben und Ahaus.[4]

Am 1. August 2017 übernahm der Bund die Gesellschaft für Zwischenlagerung zu 100 % in seinen Besitz. Die BGZ hat zu diesem Datum die Verantwortung für die zentralen Zwischenlager in Gorleben und Ahaus übernommen. Ab 2019 wird die BGZ für die 12 Zwischenlager an den deutschen Atomkraftwerken und ab 2020 für die zwölf Lager mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem Betrieb und Rückbau der Atomkraftwerke zuständig sein.[5]

→ Westfälische Rundschau: Bund übernimmt Essener Experten für Atom-Zwischenlager vom 8. Mai 2017

(Letzte Änderung: 29.02.2020)

Einzelnachweise

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.