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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Georgien

Altstadt von Tiflis (Georgien)

Georgien besaß einen IRT-M-Forschungsreaktor mit 8.000 KW Leistung im Andronikashvili Institute of Physics in der Hauptstadt Tbilissi (Tiflis), der 1959 in sowjetischer Zeit in Betrieb gegangen war, aber abgeschaltet wurde. Die Stilllegung wurde 2013 abgeschlossen.[1]

1986 wurde ein WWER-Reaktor sowjetischer Bauart mit 1.000 MW Leistung bei Minatomenergo bestellt. 1987 begannen die Bauarbeiten an der Anlage Georgien-1, die jedoch im Dezember 1988 verworfen wurde.[2]

1996 wurde Georgien Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[3]

Seit 1998 verbietet zwar das Gesetz für Nuklear- und Strahlensicherheit die nicht friedliche Nutzung der Atomkraft sowie den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken mit einer Leistung von über 5 MW.[4]

Im Juli 2007 startete das georgische Parlament jedoch eine Initiative, ein Atomkraftwerk der dritten Generation in Georgien zu errichten, da man befürchtete, den steigenden Strombedarf anderweitig nicht mehr decken zu können. Der georgische Präsident Saakashvili und Experten trafen sich mit dem französischen Präsidenten Sarkozy und AREVA, um die Machbarkeit des Projekts zu diskutieren. Im August 2007 wurde die Gründung einer Kommission für die Planung des Atomkraftwerks beschlossen.[5]

Am 22. Dezember 2015 wurden 1,83 Kilogramm hochangereichertes Uran von Georgien nach Russland abtransportiert, das für die Neutronenquelle Breeder-1 an der Tbilisi State University in Georgia als Brennstoff benutzt worden war. Georgien hatte für die Entfernung des Urans im Juli 2015 Unterstützung bei der IAEO angefordert.[6]

(Letzte Änderung: 14.03.2020)

Einzelnachweise

  1. IAEO: IRT-M Tbilisi abgerufen am 29. März 2014
  2. IAEO: LES CENTRALES  NUCLEAIRES DANS LE MONDE von 1997
  3. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  4. nti.org: Georgia abgerufen am 29. März 2014
  5. pasos.org: Feasibility of Construction of a Nuclear Power Plant in Georgia vom 5. Oktober 2007 (via WayBack)
  6. IAEO: Removal of HEU from Georgia Helps Strengthen Nuclear Non-Proliferation vom 22. Dezember 2015
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