Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Gabun

Hafen von Libreville (Gabun)

Ab 1956 unterstützte Gabun die Nutzung der Atomenergie insofern, als es Frankreich erlaubte, 40 Jahre lang Uran in Franceville in der Region Oklo abzubauen.[1]Uranabbau in Afrika: Gabun

Seit 1964 ist der zentralafrikanische Staat Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[2]

Großes Aufsehen erregte ein Fund aus dem Jahre 1972: In Oklo wurden natürliche Reaktoren entdeckt, in denen infolge hoher Uran-235-Anreicherung vor rund zwei Mrd. Jahren für einen Zeitraum von 150.000 Jahren natürliche Kernspaltung stattfand. Die Gesamtleistung lag bei 100 Kilowatt.[3]

Siehe auch → kernenergie.de: Kernenergie Basiswissen: Naturreaktor von Oklo (S. 47) vom November 2013

Laut Nations Encyclopedia soll Frankreich 1984 zugestimmt haben, Gabun mit einem Atomkraftwerk mit einer Leistung von 9.300 MW auszurüsten.[4]

2012 ließ die Regierung verlauten, die Nutzung von Atomenergie, von erneuerbaren Energien und von Wasserkraft gleichermaßen zu unterstützen. 76 % der Energieversorgung Gabuns werden durch Wasserkraft gedeckt. Gabun scheint derzeit nicht zu planen, selbst in die Nutzung der Atomenergie einzusteigen.[1]

(Letzte Änderung: 08.02.2018)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 de.scribd.com: Foreign Policy Statement (Gabonese Republic) vom 28. Januar 2012
  2. IAEO: Member States abgerufen am 11. März 2016
  3. ingenieur.de: Kernspaltung unter der Erde vom 5. November 2004
  4. Nations Encyclopedia: Gabon - Country history and economic development abgerufen am 19. November 2017
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