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Abschaltung: 29. August 1989<ref name="IAEO">IAEO: [http://www.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=US PRIS - Country Statistics/United States of Amerika] abgerufen am 27. Februar 2015</ref>}}<br />
 
Abschaltung: 29. August 1989<ref name="IAEO">IAEO: [http://www.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=US PRIS - Country Statistics/United States of Amerika] abgerufen am 27. Februar 2015</ref>}}<br />
   
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==Einziger Nicht-Leichtwasserreaktor der USA==
Der Standort Fort St. Vrain befindet sich bei Platteville nördlich von Denver im Bundesstaat Colorado. Die Gesellschaft Public Service Co. of Colorado betrieb dort von 1974 bis 1989 einen Hochtemperaturreaktor mit 342 MW Leistung.<ref name="IAEO"/><ref>WNA: [http://world-nuclear.org/NuclearDatabase/reactordetails.aspx?id=27570&rid=B6EBF04F-1F4C-4A83-AC18-B75F41965EFF&country=United%20States Fort St Vrain, United States] abgerufen am 28. Februar 2015</ref>
 
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Der Standort Fort St. Vrain befindet sich bei Platteville nördlich von Denver im Bundesstaat Colorado. Die Gesellschaft Public Service Co. of Colorado betrieb dort von 1974 bis 1989 einen Hochtemperaturreaktor mit 342 MW Leistung.<ref name="IAEO"/><ref>WNA: [http://world-nuclear.org/NuclearDatabase/reactordetails.aspx?id=27570&rid=B6EBF04F-1F4C-4A83-AC18-B75F41965EFF&country=United%20States Fort St Vrain, United States] abgerufen am 28. Februar 2015</ref> Er nutzte einen Uran-Thorium-Brennstoffkreislauf und Graphit als Moderator.<ref>sciencedirect: [http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0029549374900430 Fort St. Vrain nuclear generating station construction and testing experience] von 1974</ref> Fort St. Vrain war der einzige Nicht-Leichtwasser Reaktor der Vereinigten Staaten.<ref name="ucsusa.org">ucsusa.org: [http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&cd=8&cad=rja&uact=8&ved=0CGEQFjAH&url=http%3A%2F%2Fwww.ucsusa.org%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2Flegacy%2Fassets%2Fdocuments%2Fnuclear_power%2Ffort-st-vrain.pdf&ei=9TYAVaTvFuud7gazuIC4AQ&usg=AFQjCNHisk4CHtHWB7rMvX0oNDuezFY1VQ&bvm=bv.87611401,d.ZGU Fort St. Vrain] abgerufen am 11. März 2015</ref>
   
Der Reaktor wurde von 1992 bis 1996 stillgelegt, zwischen 1995 und 2009 umgebaut und als Gaskraftwerk wieder in Betrieb genommen. Betreiber ist heute Xcel Energy.<ref>Xcel Energy: [http://www.xcelenergy.com/Company/Operations/Power_Generation_Stations/Fort_St._Vrain_Generating_Station Fort St. Vrain Generating Station] abgerufen am 28. Februar 2015</ref>
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Der Reaktor wurde von 1992 bis 1996 rückgebaut, zwischen 1995 und 2009 umgebaut und als Gaskraftwerk wieder in Betrieb genommen. Betreiber ist heute Xcel Energy.<ref>Xcel Energy: [http://www.xcelenergy.com/Company/Operations/Power_Generation_Stations/Fort_St._Vrain_Generating_Station Fort St. Vrain Generating Station] abgerufen am 28. Februar 2015</ref> Der vom AKW übrigggebliebene Atommüll wird in einem Betonbunker gelagert.<ref>Denver Business Journal: [http://www.bizjournals.com/denver/stories/2001/06/11/story3.html?page=all Fort St. Vrain power plant reborn after checkered past] vom 10. Juni 2001</ref> Diese "Independent Spent Fuel Storage Facility" (ISFSF) hat eine Betreibserlaubnis bis 30. November 2031.<ref>BizWest: [http://bizwest.com/nuclear-fuel-rests-in-peace-near-fort-st-vrain/ Nuclear fuel rests in peace near Fort St. Vrain] vom 7. Oktober 2011</ref>
   
 
==Störfälle==
 
==Störfälle==
Der Betrieb des Reaktors wurde von einer langen Serie von Störfällen begleitet, wie z. B. Heliumlecks, Verklumpung Graphitbällen mit Borsäurekristallen, Dampfgeneratorenlecks, Problemen mit Kontrollstäben, Korrosion und Brüche von Stahlleitungen u.a. Diese sind in einer Studie detailliert dokumentiert worden.<ref>osti.gov: [http://www.osti.gov/scitech/biblio/5535126 Analysis and evaluation of recent operational experience from the Fort St. Vrain HTGR] vom 1. Mai 1985</ref>
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Der Betrieb des Reaktors wurde von einer langen Serie von Störfällen begleitet, wie z. B. Helium- und andere Lecks, Verklumpung von Graphitbällen mit Borsäurekristallen, Problemen mit Kontrollstäben, Korrosion und Brüche von Stahlleitungen etc. Diese sind in einer Studie detailliert dokumentiert worden.<ref>osti.gov: [http://www.osti.gov/scitech/biblio/5535126 Analysis and evaluation of recent operational experience from the Fort St. Vrain HTGR] vom 1. Mai 1985</ref>
   
 
Am 13. Juni 1984 wurde z. B. wegen Defekten an Brennelementen eine Notabschaltung ausgelöst; es entstand ein Schaden von 26 Mio. US-Dollar.<ref>tagesschau.de: [http://www.tagesschau.de/wirtschaft/atomunfaelle-schadenskosten100.html Kosten von AtomunfällenFukushima, Tschernobyl und viele andere] vom 11. März 2014</ref>
 
Am 13. Juni 1984 wurde z. B. wegen Defekten an Brennelementen eine Notabschaltung ausgelöst; es entstand ein Schaden von 26 Mio. US-Dollar.<ref>tagesschau.de: [http://www.tagesschau.de/wirtschaft/atomunfaelle-schadenskosten100.html Kosten von AtomunfällenFukushima, Tschernobyl und viele andere] vom 11. März 2014</ref>
   
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Am 6. September 1984 führten Schnee und Sturm zu einem Ausfall der Notstromversorgung.<ref>GRS: [http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS-A-3426.pdf Untersuchungen zu extremen Wetterereignissen und Witterungsbedingungen] vom Dezember 2008</ref>
→ Xcel Energy: [http://www.xcelenergy.com/Company/Operations/Power_Generation_Stations/Fort_St._Vrain_Generating_Station Fort St. Vrain Generating Station] (Informationen des Betreibers)<br /><br />
 
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Am 3. Oktober 1987 verursachte auslaufendes Öl einem Brand im Turbinenraum und große Schäden.<ref>Greenpeace: [https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/Jahreskal_Teil1_RZ_0.pdf 365 Gründe gegen Atomkraft - Teil 1: 26. April bis 22. Oktober] von 2006</ref>
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==Düstere Bilanz==
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Wie andere Hochtemperaturreaktoren hatte auch Fort St. Vrain, der einzige Nicht-Leichtwasserreaktor in den USA, eine schwache Performance. Der Reaktor wurde nie höher als mit 73 % seiner Kapazität betrieben, außerdem stand er von 23. Juni 1984 bis 11. April 1986 still. Am 18. August 1989 wurde er wegen eines festsitzenden Kontrollstabes abgeschaltet; 11 Tage später wurde seine Schließung bekanntgegeben. <ref name="ucsusa.org"/>
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==Weitere Links==
 
→ Xcel Energy: [http://www.xcelenergy.com/Company/Operations/Power_Generation_Stations/Fort_St._Vrain_Generating_Station Fort St. Vrain Generating Station] (Informationen des Betreibers)<br />
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→ osti.gov: [http://www.osti.gov/energycitations/product.biblio.jsp?&osti_id=5191856 MHTGR: New production reactor summary of experience base] vom März 1988<br />
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→ FSV Folks: [http://www.fsvfolks.org/ Homepage] Homepage von Arbeitern des AKW (Geschichte, Fotografien u.a.)<br /><br />
   
 
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Version vom 11. März 2015, 17:24 Uhr

Atomenergie in außereuropäischen Ländern > USA > Fort St. Vrain (USA)

Gasgekühlter Hochtemperaturwasserreaktor • Leistung: 342 MW • Typ: - •
Baubeginn: 1. September 1968 • Inbetriebnahme: 31. Januar 1974 •
Abschaltung: 29. August 1989[1]


Einziger Nicht-Leichtwasserreaktor der USA

Der Standort Fort St. Vrain befindet sich bei Platteville nördlich von Denver im Bundesstaat Colorado. Die Gesellschaft Public Service Co. of Colorado betrieb dort von 1974 bis 1989 einen Hochtemperaturreaktor mit 342 MW Leistung.[1][2] Er nutzte einen Uran-Thorium-Brennstoffkreislauf und Graphit als Moderator.[3] Fort St. Vrain war der einzige Nicht-Leichtwasser Reaktor der Vereinigten Staaten.[4]

Der Reaktor wurde von 1992 bis 1996 rückgebaut, zwischen 1995 und 2009 umgebaut und als Gaskraftwerk wieder in Betrieb genommen. Betreiber ist heute Xcel Energy.[5] Der vom AKW übrigggebliebene Atommüll wird in einem Betonbunker gelagert.[6] Diese "Independent Spent Fuel Storage Facility" (ISFSF) hat eine Betreibserlaubnis bis 30. November 2031.[7]

Störfälle

Der Betrieb des Reaktors wurde von einer langen Serie von Störfällen begleitet, wie z. B. Helium- und andere Lecks, Verklumpung von Graphitbällen mit Borsäurekristallen, Problemen mit Kontrollstäben, Korrosion und Brüche von Stahlleitungen etc. Diese sind in einer Studie detailliert dokumentiert worden.[8]

Am 13. Juni 1984 wurde z. B. wegen Defekten an Brennelementen eine Notabschaltung ausgelöst; es entstand ein Schaden von 26 Mio. US-Dollar.[9]

Am 6. September 1984 führten Schnee und Sturm zu einem Ausfall der Notstromversorgung.[10]

Am 3. Oktober 1987 verursachte auslaufendes Öl einem Brand im Turbinenraum und große Schäden.[11]

Düstere Bilanz

Wie andere Hochtemperaturreaktoren hatte auch Fort St. Vrain, der einzige Nicht-Leichtwasserreaktor in den USA, eine schwache Performance. Der Reaktor wurde nie höher als mit 73 % seiner Kapazität betrieben, außerdem stand er von 23. Juni 1984 bis 11. April 1986 still. Am 18. August 1989 wurde er wegen eines festsitzenden Kontrollstabes abgeschaltet; 11 Tage später wurde seine Schließung bekanntgegeben. [4]

Weitere Links

→ Xcel Energy: Fort St. Vrain Generating Station (Informationen des Betreibers)
→ osti.gov: MHTGR: New production reactor summary of experience base vom März 1988
→ FSV Folks: Homepage Homepage von Arbeitern des AKW (Geschichte, Fotografien u.a.)

(Letzte Änderung: 11.03.2015)

Einzelnachweise