Atomenergie in außereuropäischen Ländern > USA > F-Reaktor (USA)

GLWR-Reaktor • Leistung: 600 MW • Baubeginn: März 1943 •
Inbetriebnahme: 25. Februar 1945 • Abschaltung: 25. Juni 1965[1][2][3]


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Der F-Reaktor war ein militärisch genutztes Atomkraftwerk, welches am nuklearen Komplex Hanford am Columbia River nördlich der Stadt Richland im nordwestlichen Bundesstaat Washington betrieben wurde.[4]

Das Atomkraftwerk war das dritte, das in Hanford errichtet wurde; Baubeginn war im März 1943, zur Zeit des 2. Weltkriegs. Die Anlage war mit einem graphitmoderierten Leichtwasserreaktor ausgerüstet, dessen Leistung mit 600 MW angegeben wurde, und diente zur Produktion von Plutonium.[1][2]

Die Anlage wurde am 25. Februar 1945 in Betrieb genommen und besaß eine gegenüber den Vorgängern erhöhte thermische Leistung von 600 MW. Dies führte zu einer ungewollten Expansion des Graphitkerns und zwischen 1948 und 1951 zu Beschädigungen bei einigen Brennelementen. Nachdem man das Problem in den Griff bekommen hatte, wurde der F-Reaktor sogar mit 2.140 MW thermischer Leistung betrieben, um die Plutonium-Produktion erhöhen zu können. Am 25. Juni 1965 wurde die Anlage abgeschaltet.[3][1][2]

2003 wurde der F-Reaktor nach der Stilllegung in einer Betonhülle eingeschlossen. 2008 inspizierten Strahlungstechniker die Anlage, um sicherzugehen, dass keine Strahlung aus dem Reaktorkern austrat. Die nächste Inspektion war für 2015 geplant.[2]

(Letzte Änderung: 13.12.2017)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 osti.gov: History of the Plutonium Production Facilities at the Hanford Site Historic District - 1943 - 1990 - June 2002 (siehe PDF zum Download) abgerufen am 27. Februar 2017
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 hanford.gov: F Reactor abgerufen am 27. Februar 2017
  3. 3,0 3,1 hanford.gov: Key Dates of Events at the Hanford Site 1943-1990 abgerufen am 27. Februar 2017 (via WayBack)
  4. hanford.gov: Hanford History abgerufen am 25. Februar 2017
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