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Die Lobbyisten > Clement, Wolfgang

Wolfgang Clement

Wolfgang Clement (SPD bis 2005) war 1995 bis 1998 Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr und ab 27. Mai 1998 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Vom 22. Oktober 2002 bis 22. November 2005 war er als Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit unter Bundeskanzler Gerhard Schröder tätig. Während dieser Tätigkeit gab es zahlreiche Konflikte mit Jürgen Trittin wegen des Atomausstiegs, den Clement ablehnte. Am 25. November 2008 trat Clement wegen Differenzen in der Energiepolitik aus der SPD aus.[1] Wolfgang Clement ist seit 2006 Mitglied im Aufsichtsrat der RWE Power AG.[2] Bis heute übt er diese Funktion als sogenanntes "Neutrales Mitglied" aus.[3]

Von Wolfgang Clement gibt es zahlreiche Äußerungen gegen den Atomausstieg. Am 7. Februar 2008 forderte er auf einer Tagung des Deutschen Atomforums eine weitere Nutzung der Atomenergie. Diese sei "sinnvoll, sicher und umweltschonend" und könne durch keine andere Energie ersetzt werden; die Endlagerfrage sei gelöst.[4] "Seiner Partei wirft Clement vor, sie würde keine konkreten Angaben dazu machen, wie sie die Kernkraft ersetzen wolle."[5] Im April 2008 war Clement bereits Mitglied des Aufsichtsrates der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG und kritisierte Andrea Ypsilanti während des Wahlkampfs für ihre Ablehnung von Atom- und Kohlekraftwerken, woraufhin die SPD-Basis seinen Parteiausschluss forderte.[6]

2010 unterzeichnete Clement die Anzeigekampagne „Energiepolitischer Appell“ für eine Laufzeitverlängerung mit und blieb auch nach der Fukushima-Katastrophe ein Befürworter der Atomenergie.[7]
Atompolitik/Merkel: Ausstieg aus dem Ausstieg

Datei:Wolfgang Clement und die Atomkraft

Spiegel TV vom 12.02.2008


Fernsehbeitrag
2008 hielt der ehemalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement auf Einladung des "Deutschen Atomforums" einen Vortrag zum Thema "Atomkraft - ja, bitte!". "Spiegel TV" konnte ihm zuvor einige Fragen zur Atomlobby stellen.





→ Wikipedia: Wolfgang Clement


Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Wolfgang Clement
  2. manager magazin online: RWE Power: Wolfgang Clement wird Aufsichtsrat vom 13. Februar 2006
  3. RWE Power AG: Aufsichtsrat RWE Power AG abgerufen am 23. Januar 2013
  4. Süddeutsche.de: Clement entfacht Atomdebatte - Raus aus dem Ausstieg vom 7. Februar 2008 [Datum durch Süddeutsche.de nachträglich auf 17. Mai 2010 geändert; das erste Datum war aber das korrekte Erscheinungsdatum, wie die folgende Referenz zeigt.]
  5. Welt Online: Wolfgang Clement wettert gegen Atomausstieg vom 7. Februar 2008
  6. Focus Online: Rüge statt Rausschmiss vom 19. April 2008
  7. Handelsblatt: Anzeigenkampagne der Atomlobby - Was sagen Sie nun, meine Herren? vom 16. März 2011
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