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Baubeginn: 1957/1959/1961/1977/1977/1980/1981 • Inbetriebnahme 1962/1964/1966/1982/1983/1986/1987 •<br /> Leistung: 1 x 80 MW, 1 x 230 MW, 1 x 480 MW, 4 x 954 MW •<ref name="IAEO">IAEO: [http://www.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=FR PRIS - Country Statistics/France] abgerufen am 24. Juni 2014</ref> Abschaltung: 1973/1985/1990 (Chinon A-1 bis -3), offen (Chinon B1 bis -4}}<br />
 
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Leistung: 80 MW/230 MW/480 MW (Chinon A-1 bis -3);<br />
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954 MW/954 MW/954 MW/954 MW (Chinon B-1 bis -4) • Typ: 3 x UNGG, 4 x CP2 •<br />
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Hersteller: Groupment Industriel Francais (Chinon A-1 bis -3); Framatome (Chinon B-1 bis -4) •<br />
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Baubeginn: 1957/1959/1961 (Chinon A-1 bis -3); 1977/1977/1980/1981 (Chinon B-1 bis -4) •<br />
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Inbetriebnahme: 1962/1964/1966 (Chinon A-1 bis -3); 1982/1983/1986/1987 (Chinon B-1 bis -4) •<br />
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Abschaltung: 1973/1985/1990 (Chinon A-1 bis -3),<ref name="IAEO">IAEO: [https://pris.iaea.org/pris/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=FR PRIS - Country Statistics/France] abgerufen am 24. Juni 2014</ref><ref name="ELECNUC">IAEO: [http://www.iaea.org/inis/collection/NCLCollectionStore/_Public/30/020/30020260.pdf LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE] von 1997</ref> offen (Chinon B-1 bis -4)}}
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[[Datei:Chinon_nuclear_power_plant-3.jpg|thumb|270px|AKW Chinon (Frankreich)]]
Am Standort Chinon erzeugen derzeit vier Druckwasserreaktoren vom Typ CP2 und einer Leistung von je 954 MW Strom, die 1982/1983/1986/1987 in Betrieb gegangen sind (Chinon B-1 bis -4). Drei gasgekühlte Reaktoren vom Typ UNGG sind stillgelegt worden (Chinon A-1 bis -3, Betrieb 1962/1964/1966, Abschaltung 1973/1985/1990). Betreiber der Anlage ist die französische Gesellschaft Électricité de France (EDF).<ref name="IAEO"/><ref>EDF: [http://energie.edf.com/nucleaire/carte-des-centrales-nucleaires/presentation-45918.html Centrale nucléaire de Chinon] abgerufen am 24. Juni 2014</ref>
 
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Der Standort Chinon liegt nahe der gleichnamigen Stadt an der Loire südwestlich von Tours, im westfranzösischen Département Indre-et-Loire.<ref>EDF: [https://www.world-nuclear.org/reactor/default.aspx/CHINON%20B-1 Chinon B1, France] abgerufen am 26. März 2020</ref>
   
 
In Chinon erzeugen derzeit vier Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von je 954 MW Strom, die 1982 bis 1987 in Betrieb gegangen sind (Chinon B-1 bis -4). Drei gasgekühlte Reaktoren sind stillgelegt worden (Chinon A-1 bis -3, Betrieb ab 1962/1964/1966, Abschaltung 1973/1985/1990). Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die französische Gesellschaft [[EDF|Électricité de France (EDF)]].<ref name="IAEO"/> Hersteller von Chinon A-1 bis -3 waren Groupment Industriel Francais, von Chinon B-1 bis -4 Framatome (heute [[AREVA]]).<ref name="ELECNUC"/>
==Weitere Links==
 
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→ EDF: [http://energie.edf.com/nucleaire/carte-des-centrales-nucleaires/presentation-45918.html Centrale nucléaire de Chinon] (Homepage des Betreibers)<br /><br />
 
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Die Stilllgegung der UNGG-Reaktoren läuft in zwei Phasen ab: einem teilweisen Rückbau nach der Abschaltung und einem endgültigen Abriss nach 50 Jahren.<ref>eoearth.org: [http://www.eoearth.org/view/article/151668/ Decommissioning nuclear facilities] vom 30. Dezember 2009</ref>
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==Störfälle und Zwischenfälle==
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In zwei Berichten der [[Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)]] wurden Störfälle aus den Jahren 1966 und 1969 bei Chinon-1 bis -3 dokumentiert, insbesondere Dampferzeuger- und Brennelementeschäden.<ref>GRS: [http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS_004_0.pdf Weltweite Erfassung besonderer Vorkommnisse in Kernkraftwerken, Versuchs- und Forschungsreaktoren 1966] vom April 1978</ref><ref>GRS: [http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS_007.pdf Weltweite Erfassung besonderer Vorkommnisse in Kernkraftwerken, Versuchs- und Forschungsreaktoren 1969] vom Dezember 1977</ref>
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Am 19. Dezember 1987 fielen wegen strengen Frosts verschiedene sicherheitsrelevante Sensoren aus.<ref>Greenpeace: [https://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/der-jahreskalender-dezember Der Jahreskalender: Dezember] abgerufen am 22. September 2014</ref>
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Am 27. Oktober 2002 wurde gemeldet, dass bei den Atomkraftwerken [[Blayais (Frankreich)|Blayais]], Chinon und [[Tricastin (Frankreich)|Tricastin]] Auslegungslücken bei Flutbehältern und Hilfsspeisewassertanks entdeckt wurden, die die Widerstandsfähigkeit dieser Komponenten gegen Erdbeben beeinträchtigen können.<ref>nulearforum.ch: [http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/frankreich-erdbebensicherheit-von-kernkraftwerkskomponenten-untersucht Frankreich: Erdbebensicherheit von Kernkraftwerkskomponenten untersucht] vom 27. Oktober 2002</ref>
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Zwischen September 2006 und Ende Februar 2007 kam es zu einer Selbstmordserie: Drei Beschäftigte des AKW Chinon nahmen sich wegen Arbeitsüberlastung das Leben. Die Unternehmensleitung hatte wegen eines Kostensenkungsprogramms Druck ausgeübt.<ref>Verivox: [http://www.verivox.de/nachrichten/toedlicher-stress-am-arbeitsplatz-selbstmordserie-in-atomkraftwerk-18265.aspx Tödlicher Stress am Arbeitsplatz - Selbstmordserie in Atomkraftwerk ] vom 16. April 2007</ref>
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Am 30. April 2009 wurde das AKW nach einer Bombendrohung evakuiert; bei einer nachfolgenden Untersuchung wurde kein Sprengsatz entdeckt.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/AKW-Chinon-evakuiert-article69248.html Bombendrohung in Frankreich - AKW Chinon evakuiert] vom 30. April 2009</ref>
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2010 fasste ein Arbeiter einen radioaktiven Gegenstand mit bloßen Händen an.<ref>nzz.ch: [http://www.nzz.ch/aktuell/international/frankreich-ueberdenkt-die-sicherheit-seiner-akw-1.10157560 Frankreich überdenkt die Sicherheit seiner AKW] vom 7. April 2011</ref>
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Am 5. Dezember 2011 wurde berichtet, dass französische Greenpeace-Aktivisten versuchten, in das AKW einzudringen, und Spruchbänder ausbreiteten, um gegen die mangelnde Sicherheit der Anlage zu protestieren.<ref>taz.de: [http://www.taz.de/!83125/ Greenpeace in Frankreich - Einfach ins AKW marschiert] vom 5. Dezember 2011</ref><br /><br />
   
 
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==Einzelnachweise==
 
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[[Kategorie:Atomanlagen]]
 
 
[[Kategorie:Europa]]
 
[[Kategorie:Europa]]
 
[[Kategorie:Frankreich]]
 
[[Kategorie:Frankreich]]
[[Kategorie:Bild fehlt]]
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[[Kategorie:Atomanlagen in Betrieb]]
[[Kategorie:To do]]
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[[Kategorie:Atomanlagen (stillgelegt)]]
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[[Kategorie:Électricité de France (EDF)]]
 
[[Kategorie:AREVA]]

Aktuelle Version vom 26. März 2020, 17:49 Uhr

Atomenergie in Europa > Frankreich > Chinon (Frankreich)

3 gasgekühlte Reaktoren, 4 Druckwasserreaktoren •
Leistung: 80 MW/230 MW/480 MW (Chinon A-1 bis -3);
954 MW/954 MW/954 MW/954 MW (Chinon B-1 bis -4) • Typ: 3 x UNGG, 4 x CP2 •
Hersteller: Groupment Industriel Francais (Chinon A-1 bis -3); Framatome (Chinon B-1 bis -4) •
Baubeginn: 1957/1959/1961 (Chinon A-1 bis -3); 1977/1977/1980/1981 (Chinon B-1 bis -4) •
Inbetriebnahme: 1962/1964/1966 (Chinon A-1 bis -3); 1982/1983/1986/1987 (Chinon B-1 bis -4) •
Abschaltung: 1973/1985/1990 (Chinon A-1 bis -3),[1][2] offen (Chinon B-1 bis -4)


AKW Chinon (Frankreich)

Der Standort Chinon liegt nahe der gleichnamigen Stadt an der Loire südwestlich von Tours, im westfranzösischen Département Indre-et-Loire.[3]

In Chinon erzeugen derzeit vier Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von je 954 MW Strom, die 1982 bis 1987 in Betrieb gegangen sind (Chinon B-1 bis -4). Drei gasgekühlte Reaktoren sind stillgelegt worden (Chinon A-1 bis -3, Betrieb ab 1962/1964/1966, Abschaltung 1973/1985/1990). Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die französische Gesellschaft Électricité de France (EDF).[1] Hersteller von Chinon A-1 bis -3 waren Groupment Industriel Francais, von Chinon B-1 bis -4 Framatome (heute AREVA).[2]

Die Stilllgegung der UNGG-Reaktoren läuft in zwei Phasen ab: einem teilweisen Rückbau nach der Abschaltung und einem endgültigen Abriss nach 50 Jahren.[4]

Störfälle und Zwischenfälle

In zwei Berichten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) wurden Störfälle aus den Jahren 1966 und 1969 bei Chinon-1 bis -3 dokumentiert, insbesondere Dampferzeuger- und Brennelementeschäden.[5][6]

Am 19. Dezember 1987 fielen wegen strengen Frosts verschiedene sicherheitsrelevante Sensoren aus.[7]

Am 27. Oktober 2002 wurde gemeldet, dass bei den Atomkraftwerken Blayais, Chinon und Tricastin Auslegungslücken bei Flutbehältern und Hilfsspeisewassertanks entdeckt wurden, die die Widerstandsfähigkeit dieser Komponenten gegen Erdbeben beeinträchtigen können.[8]

Zwischen September 2006 und Ende Februar 2007 kam es zu einer Selbstmordserie: Drei Beschäftigte des AKW Chinon nahmen sich wegen Arbeitsüberlastung das Leben. Die Unternehmensleitung hatte wegen eines Kostensenkungsprogramms Druck ausgeübt.[9]

Am 30. April 2009 wurde das AKW nach einer Bombendrohung evakuiert; bei einer nachfolgenden Untersuchung wurde kein Sprengsatz entdeckt.[10]

2010 fasste ein Arbeiter einen radioaktiven Gegenstand mit bloßen Händen an.[11]

Am 5. Dezember 2011 wurde berichtet, dass französische Greenpeace-Aktivisten versuchten, in das AKW einzudringen, und Spruchbänder ausbreiteten, um gegen die mangelnde Sicherheit der Anlage zu protestieren.[12]

(Letzte Änderung: 26.03.2020)

Einzelnachweise