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Am 27. Oktober 2002 wurde gemeldet, dass bei den Atomkraftwerken [[Blayais (Frankreich)|Blayais]], Chinon und [[Tricastin (Frankreich)|Tricastin]] Auslegungslücken bei Flutbehältern und Hilfsspeisewassertanks entdeckt wurden, die die Widerstandsfähigkeit dieser Komponenten gegen Erdbeben beeinträchtigen können.<ref>nulearforum.ch: [http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/frankreich-erdbebensicherheit-von-kernkraftwerkskomponenten-untersucht Frankreich: Erdbebensicherheit von Kernkraftwerkskomponenten untersucht] vom 27. Oktober 2002</ref>
 
Am 27. Oktober 2002 wurde gemeldet, dass bei den Atomkraftwerken [[Blayais (Frankreich)|Blayais]], Chinon und [[Tricastin (Frankreich)|Tricastin]] Auslegungslücken bei Flutbehältern und Hilfsspeisewassertanks entdeckt wurden, die die Widerstandsfähigkeit dieser Komponenten gegen Erdbeben beeinträchtigen können.<ref>nulearforum.ch: [http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/frankreich-erdbebensicherheit-von-kernkraftwerkskomponenten-untersucht Frankreich: Erdbebensicherheit von Kernkraftwerkskomponenten untersucht] vom 27. Oktober 2002</ref>
   
Zwischen September 2006 und Ende Februar 2007 kam es zu einer Selbstmordserie: drei Beschäftigte des AKW Chinon nahmen sich wegen Arbeitsüberlastung das Leben. Die Unternehmensleitung machte wegen eines Kostensenkungsprogramms Druck.<ref>Verivox: [http://www.verivox.de/nachrichten/toedlicher-stress-am-arbeitsplatz-selbstmordserie-in-atomkraftwerk-18265.aspx Tödlicher Stress am Arbeitsplatz - Selbstmordserie in Atomkraftwerk ] vom 16. April 2007</ref>
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Zwischen September 2006 und Ende Februar 2007 kam es zu einer Selbstmordserie: Drei Beschäftigte des AKW Chinon nahmen sich wegen Arbeitsüberlastung das Leben. Die Unternehmensleitung hatte wegen eines Kostensenkungsprogramms Druck ausgeübt.<ref>Verivox: [http://www.verivox.de/nachrichten/toedlicher-stress-am-arbeitsplatz-selbstmordserie-in-atomkraftwerk-18265.aspx Tödlicher Stress am Arbeitsplatz - Selbstmordserie in Atomkraftwerk ] vom 16. April 2007</ref>
   
 
Am 30. April 2009 wurde das AKW nach einer Bombendrohung evakuiert; bei einer nachfolgenden Untersuchung wurde kein Sprengsatz entdeckt.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/AKW-Chinon-evakuiert-article69248.html Bombendrohung in Frankreich - AKW Chinon evakuiert] vom 30. April 2009</ref>
 
Am 30. April 2009 wurde das AKW nach einer Bombendrohung evakuiert; bei einer nachfolgenden Untersuchung wurde kein Sprengsatz entdeckt.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/AKW-Chinon-evakuiert-article69248.html Bombendrohung in Frankreich - AKW Chinon evakuiert] vom 30. April 2009</ref>

Version vom 18. November 2015, 17:28 Uhr

Atomenergie in Europa > Frankreich > Chinon (Frankreich)

3 gasgekühlte Reaktoren, 4 Druckwasserreaktoren •
Leistung: 80 MW/230 MW/480 MW (Chinon A-1 bis -3); 954 MW/954 MW/954 MW/954 MW (Chinon B-1 bis -4) •
Typ: 3 x UNGG, 4 x CP2 • Baubeginn: 1957/1959/1961 (Chinon A-1 bis -3); 1977/1977/1980/1981 (Chinon B-1 bis -4) •
Inbetriebnahme 1962/1964/1966 (Chinon A-1 bis -3); 1982/1983/1986/1987 (Chinon B-1 bis -4) •
Abschaltung: 1973/1985/1990 (Chinon A-1 bis -3),[1] offen (Chinon B-1 bis -4)


AKW Chinon (Frankreich)

Der Standort Chinon liegt nahe der gleichnamigen Stadt an der Loire südwestlich von Tours, im westfranzösischen Département Indre-et-Loire.[2]

In Chinon erzeugen derzeit vier Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von je 954 MW Strom, die 1982 bis 1987 in Betrieb gegangen sind (Chinon B-1 bis -4). Drei gasgekühlte Reaktoren sind stillgelegt worden (Chinon A-1 bis -3, Betrieb ab 1962/1964/1966, Abschaltung 1973/1985/1990). Eigentümer und Betreiber der Anlage ist die französische Gesellschaft Électricité de France (EDF).[1][3]

Die Stilllgegung der UNGG-Reaktoren läuft in zwei Phasen ab: einem teilweisen Rückbau nach der Abschaltung und einem endgültigen Abriss nach 50 Jahren.[4]

Störfälle und Zwischenfälle

In zwei Berichten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) wurden Störfälle aus den Jahren 1966 und 1969 bei Chinon-1 bis -3 dokumentiert, insbesondere Dampferzeuger- und Brennelementeschäden.[5][6]

Am 19. Dezember 1987 fielen wegen strengen Frosts verschiedene sicherheitsrelevante Sensoren aus.[7]

Am 27. Oktober 2002 wurde gemeldet, dass bei den Atomkraftwerken Blayais, Chinon und Tricastin Auslegungslücken bei Flutbehältern und Hilfsspeisewassertanks entdeckt wurden, die die Widerstandsfähigkeit dieser Komponenten gegen Erdbeben beeinträchtigen können.[8]

Zwischen September 2006 und Ende Februar 2007 kam es zu einer Selbstmordserie: Drei Beschäftigte des AKW Chinon nahmen sich wegen Arbeitsüberlastung das Leben. Die Unternehmensleitung hatte wegen eines Kostensenkungsprogramms Druck ausgeübt.[9]

Am 30. April 2009 wurde das AKW nach einer Bombendrohung evakuiert; bei einer nachfolgenden Untersuchung wurde kein Sprengsatz entdeckt.[10]

2010 fasste ein Arbeiter einen radioaktiven Gegenstand mit bloßen Händen an.[11]

Am 5. Dezember 2011 wurde berichtet, dass französische Greenpeace-Aktivisten versuchten, in das AKW einzudringen, und Spruchbänder ausbreiteten, um gegen die mangelnde Sicherheit der Anlage zu protestieren.[12]

Weitere Links

→ EDF: Centrale nucléaire de Chinon (Homepage des Betreibers)

(Letzte Änderung: 18.11.2015)

Einzelnachweise