Organisationen und Kommissionen > Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)

Aufgaben

Das BGE betreibt seit 2017 das Bergwerk Gorleben (Bild), die Endlager Konrad und Morsleben sowie die Asse II.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurde im Juli 2016 gegründet, untersteht dem Bundesumweltministerium und hat ihren Sitz in Peine (Niedersachsen).[1]

Aufgabe der Bundesgesellschaft ist, den "Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle, der die bestmögliche Sicherheit für eine Million Jahre gewährleistet", zu suchen. Zudem ist die BGE Betreiber der Schachtanlage Asse II, des Endlagers Konrad, des Endlagers Morsleben und des Bergwerks Gorleben.[2] Diese Aufgaben hat die BGE am 27. April 2017 vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übernommen.[3]

Vorsitzender der Geschäftsführung ist Stefan Studt, der zwischen 2014 und 2017 Minister für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holsteins war.[4]

Am 20. Dezember 2017 wurden die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) sowie die bundeseigenen Asse-GmbH von der BGE übernommen.[5]

Start der Endlagersuche

Im August 2017 begann die BGE mit der Sammlung geologischer Daten für potenzielle Standorte.[6]

Am 5. September 2017 leitete die BGE offiziell den Prozess zur Auswahl des Endlagers für hochradioaktiven Atommüll ein. Aufgrund der Empfehlung der Endlagerkommission werden Standorte mit Salz, Ton und Kristallin (Granit) als Wirtssteine präferiert. Die Suchräume sollen danach in drei Phasen mehr und mehr eingeengt, mögliche Standorte ober- und untertägig erkundet werden.[7]

2020: Zwischenbericht Teilgebiete

Am 28. September 2020 veröffentlichte die BGE den "Zwischenbericht Teilgebiete". Er zeigt "zum einen die Gebiete, die für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen ungeeignet sind, als auch die Gebiete, die eine günstige geologische Gesamtsituation dafür erwarten lassen. An diesen Orten erscheint es lohnend, sie im weiteren Verfahren näher zu betrachten." Gorleben wurde als nicht geeignet angesehen und aus dem künftigen Verfahren ausgeschlossen. Der Zwischenbericht ist Grundlage für den nächsten Schritt, bei dem die BGE Vorschläge für mögliche Standortregionen machen wird.[8]

Zwischenbericht Teilgebiete vom 28. September 2020 (mit interaktiver Karte und Dokumenten)

Weitere Links

Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) (Homepage)
→ AtomkraftwerkePlag: Endlagersuche nach dem Atomausstieg

(Letzte Änderung: 29.09.2020)

Einzelnachweise

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