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18. April 2011 Atomausstieg - koste es was es wolle - oder bezahlbar?

Die Rechnung scheint`s, wird je nach Interessenlage gemacht:

Der Vorsitzender des Sachverständigenrats der Bundesregierung für Umweltfragen, Martin Faulstich hält die Kosten für Atomausstieg und Energiewende verkraftbar: er spricht von Mehrkosten beim Strom für einen Vier-Personen-Haushalt auf zehn bis 20 Euro im Monat.

Bei anderen ist vom "Energie-Soli" die Rede. "Sozialverträglich" wollen es die LINKEN.

Greenpeace führt eine Studie ins Feld, wonach Strom aus Wind- und Wasserkraft hingegen schon heute günstiger seien als Strom aus Kohle und Atom. Denn: würden alle Kosten und milliardenschwere staatliche Förderung für konventionelle Energien berücksichtigt, koste insbesondere Atomstrom in Wirklichkeit fast doppelt so viel wie Wasserkraft und zwei Drittel mehr als Windenergie.

Dieses Ergebnis ergibt sich nach Angaben von Greenpeace Energy auf der Grundlage der Studie "Was Strom wirklich kostet". Die Untersuchung wurde durch das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy erstellt. In der Studie werden nach Greenpeace-Angaben alle Stromkosten, staatlichen Förderungen sowie externen Kosten aufsummiert, die den jeweiligen Energieträgern zurechenbar sind.

eine kWh Windstrom 2010: unterm Strich 7,6 Cent

Wasserstrom 6,5 Cent.

Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken beliefen sich hingegen auf 12,1 Cent

Atomkraft sogar auf 12,8 Cent je Kilowattstunde

Der hohe Preis von 46,5 Cent / kWh kann nach Einschätzung von Swantje Küchler, Wissenschaftlerin beim FÖS und Co-Autorin der Studie, als normale Anschubfinanzierung gesehen werden, wie sie in viel größerem Maße zuvor auch Kohle- und vor allem Atomkraft bekommen hätten.


"Bislang seien die Verbraucher über den wahren Preis von Kohle und Atom dadurch getäuscht worden, da ein Großteil der Kosten gar nicht auf der Stromrechnung auftauchte, so Robert Werner, Vorstand von Greenpeace Energy. Dafür bezahlen müssten die Bürger dennoch - etwa in Form von Steuergeldern. Die Atomstromproduktion sei beispielsweise zwischen 1970 und 2010 mit staatlichen Förderungen in Höhe von 186 Mrd. Euro unterstützt worden, während der Steinkohle-Verstromung 165 Mrd. Euro und Braunkohle 57 Mrd. Euro zu Gute gekommen seien. Die erneuerbaren Energien hätten im selben Zeitraum 28 Mrd. Euro erhalten, die Zusatzkosten des EEG mit eingeschlossen."

Quelle: Studie "was Strom wirklich kostet" PDF hier auf dem WIKI

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