AtomkraftwerkePlag Wiki
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4 Druckwasserreaktoren • Leistung: 4 x 1.000 MW • Typ: 4 x WWER-1000 •<br />
 
4 Druckwasserreaktoren • Leistung: 4 x 1.000 MW • Typ: 4 x WWER-1000 •<br />
Bestellung: 1981/1981/1984/1984 • Hersteller: Atomenergo Export • Baubeginn: 31. März 1987 • <br />
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Baubeginn: 1984/1986 (Belene-1 und 2) • Geplante Fertigstellung: 1990/1991/2000/2000 • <br />
Geplante Fertigstellung: 1990/1991/2000/2000 • Baustopp: 1984/1986 • Projektende: 28. März 2012<ref name="ELECNUC">IAEO: [http://www.iaea.org/inis/collection/NCLCollectionStore/_Public/30/020/30020260.pdf LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE] von 1997</ref><ref name="IAEO_Country_Profiles_Bulgaria">IAEO: [https://cnpp.iaea.org/countryprofiles/Bulgaria/Bulgaria.htm Country Nuclear Power Profiles/Bulgaria] abgerufen am 14. Februar 2015</ref><br />}}<br />
 
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Baustopp: 1989/1989/1991/1991 •<ref name="ELECNUC">IAEO: [http://www.iaea.org/inis/collection/NCLCollectionStore/_Public/30/020/30020260.pdf LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE] von 1997</ref> Projektende: 28. März 2012<ref name="FTD_2012_03_28">FTD.de: [http://web.archive.org/web/20120329092650/http://www.ftd.de/politik/europa/:absage-an-russland-bulgarien-gibt-plaene-fuer-akw-belene-auf/70015518.html Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf] vom 28. März 2012 (via WayBack)</ref>}}<br /><br />
   
 
==Nicht fertiggestelltes zweites AKW in Bulgarien==
 
==Nicht fertiggestelltes zweites AKW in Bulgarien==
 
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Das Atomkraftwerk Belene sollte in der Nähe des gleichnamigen Ortes am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, errichtet werden. Es sollte nach [[Kosloduj (Bulgarien)|Kosloduj]] das zweite AKW des Landes werden und bis zu sechs große Einheiten umfassen, wurde aber nicht fertiggestellt.<ref name="WNA">WNA: [http://world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/bulgaria.aspx Nuclear Power in Bulgaria] abgerufen am 10. März 2016</ref>
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Das Atomkraftwerk Belene sollte in der Nähe des gleichnamigen Ortes am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, errichtet werden. Es sollte nach [[Kosloduj (Bulgarien)|Kosloduj]] das zweite AKW des Landes werden und bis zu sechs große Einheiten umfassen, wurde aber nicht fertiggestellt.<ref name="WNA">WNA: [http://world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/bulgaria.aspx Nuclear Power in Bulgaria] abgerufen am 28. April 2021</ref>
   
Belene-1 bis -4, sowjetische Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung, waren 1981/1981/1984/1984 bei Atomenergo Export bestellt worden. 1984 und 1986 wurde mit den Bauarbeiten an den ersten beiden Einheiten begonnen, die 1990 und 1991 in Betrieb gehen sollten. Die Inbetriebnahme der Einheiten 3 und 4 war für 2000 geplant. Belene -3 und -4 wurden jedoch im Dezember 1989 verworfen, Belene-1 und -2 im Juli 1991.<ref name="ELECNUC"/>
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Belene-1 bis -4, sowjetische Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung, waren 1981/1981/1984/1984 bei der sowjetischen Atomenergo Export bestellt worden. 1984 und 1986 wurde mit den Bauarbeiten an den ersten beiden Einheiten begonnen, die 1990 und 1991 in Betrieb gehen sollten. Die Inbetriebnahme der Einheiten 3 und 4 war für 2000 geplant. Belene -3 und -4 wurden jedoch im Dezember 1989 verworfen, Belene-1 und -2 im Juli 1991.<ref name="ELECNUC"/>
   
 
==Keine Investoren für Belene==
 
==Keine Investoren für Belene==
 
Der Baustopp 1991 erfolgte wegen fehlender finanzieller Mittel; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt worden. Später nahm die Regierung ihre Neubaupläne wieder auf und schloss mit der russischen [[ROSATOM]]-Tochter Atomstroiexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2009 lehnte es die neue Regierung jedoch ab, wie bislang geplant einen Anteil von 51 % an dem AKW zu halten. Daraufhin stieg [[RWE]], das die restlichen 49 % übernehmen sollte, im Oktober 2009 aus.<ref name="WNA"/>
   
 
Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für das 10 Mrd. Euro teure Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.<ref name="FTD_2012_03_28"/> Auch hatte der Druck aus Brüssel und Washington zugenommen, das Projekt abzusagen. Eine Einheit war zu jenem Zeitpunkt fertiggestellt, die andere zur Hälfte.<ref name="faz_2016_08_12">FAZ.net: [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/bulgarien-sucht-investoren-fuer-atomkraftwerk-belene-14385110.html Projekt Belene - Bulgarien sucht Investoren für halbfertiges Atomkraftwerk] vom 12. August 2016</ref>
Der Baustopp 1991 erfolgte wegen fehlender finanzieller Mittel; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt worden. Später nahm die Regierung ihre Pläne wieder auf und schloss mit der russischen [[ROSATOM]]-Tochter Atomstroiexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2009 lehnte es die neue Regierung ab, weiterhin einen Anteil von 51% zu halten, woraufhin [[RWE]] im Oktober 2009 ausstieg.<ref name="WNA"/>
 
   
 
==Dritter Anlauf==
Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für seinen Anteil von 51 % an dem 10 Mrd. Euro teuren Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.<ref>FTD.de: [http://web.archive.org/web/20120329092650/http://www.ftd.de/politik/europa/:absage-an-russland-bulgarien-gibt-plaene-fuer-akw-belene-auf/70015518.html Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf] vom 28. März 2012 (via WayBack)</ref> Auch hatte der Druck aus Brüssel und Washington zugenommen, das Projekt abzusagen. Eine Einheit war zu jenem Zeitpunkt fertiggestellt, die andere zur Hälfte.<ref name="faz_2016_08_12">FAZ.net: [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/bulgarien-sucht-investoren-fuer-atomkraftwerk-belene-14385110.html Projekt Belene - Bulgarien sucht Investoren für halbfertiges Atomkraftwerk] vom 12. August 2016</ref>
 
 
Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme hatte das Referendum jedoch keine verbindliche Wirkung. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.<ref>worldnuclearreport.org: [http://web.archive.org/web/20150404152937/http://www.worldnuclearreport.org/Bulgarian-Parliament-Votes-to.html Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant] vom 27. Februar 2013 (via WayBack)</ref>
   
 
Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/Bulgarien-holt-Belene-aus-der-Versenkung-article10735766.html Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung] vom 30. Mai 2013</ref>
==Dritter Anlauf gescheitert==
 
Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme ist das Referendum jedoch ungültig. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.<ref>worldnuclearreport.org: [http://web.archive.org/web/20150404152937/http://www.worldnuclearreport.org/Bulgarian-Parliament-Votes-to.html Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant] vom 27. Februar 2013 (via WayBack)</ref>
 
   
 
Im Juni 2016 verurteilte ein internationales Schiedsgericht Bulgarien wegen des aufgegebenen Projekts zu einer Schadenersatzzahlung von 550 Millionen Euro an den russischen Konzern Atomstroiexport. Bulgarien versuchte zunächst, Kraftwerksteile zu verkaufen, was misslang. Im August wurde berichtet, dass die Regierung weiterhin Investoren suchte, um die Anlage doch noch fertigstellen zu können.<ref name="faz_2016_08_12"/>
Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/Bulgarien-holt-Belene-aus-der-Versenkung-article10735766.html Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung] vom 30. Mai 2013</ref> Dies wurde im Dezember 2013 bestätigt.<ref name="wirtschaftsblatt.at_02122013">wirtschaftsblatt.at: [http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/dossiers/1493325/Bulgarien-will-zweites-AKW-in-Belene-doch-bauen Bulgarien will zweites AKW in Belene doch bauen] vom 2. Dezember 2013</ref>
 
   
 
Im Oktober 2016 wurde eine Vereinbarung geschlossen, laut der das staatliche bulgarische Elektrizitätsunternehmen Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) eine Schadenersatzsumme von 600 Mio. Euro an Atomstroiexport bezahlen sollte. Die ASE hatte ursprünglich 1,2 Mrd. Euro gefordert.<ref>nuklearforum.ch: [http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/einigung-im-streit-um-belene-kompensationszahlungen Einigung im Streit um Belene-Kompensationszahlungen] vom 1. November 2016</ref>
Im Juni 2016 verurteilte ein internationales Schiedsgericht Bulgarien wegen des aufgegebenen Projekts zu einer Schadenersatzzahlung von 550 Millionen Euro an den russischen Konzern Atomstroiexport. Bulgarien versuchte zunächst, Kraftwerksteile zu verkaufen, was misslang. Im August wurde berichtet, dass die Regierung weiterhin Investoren sucht, um die Anlage doch noch fertigstellen zu können.<ref name="faz_2016_08_12"/>
 
   
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Nachdem im Mai 2018 die chinesische [[CNNC]] ihr Interesse an einem Bau und der bulgarische Ministerpräsident eine Wiederaufnahme des Projekt angekündigt hatten, entschied das Parlament im Juni, neue Investoren zu suchen. Im August 2019 gingen 13 Bewerbungen von Unternehmen ein, die am Projekt teilnehmen wollten. Rosatom, Framatome und General Electric einigten sich im Juni 2020 grundsätzlich darauf, ein Konsortium für ihre Bewerbung zu bilden.<ref name="WNA"/>
Im Oktober 2016 wurde eine Vereinbarung geschlossen, laut der das staatliche bulgarische Elektrizitätsunternehmen Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) eine Schadenersatzsumme von 600 Mio. Euro an Atomstroiexport bezahlt. Die ASE hatte ursprünglich 1,2 Mrd. Euro gefordert, der internationale Schiedsgerichtshof der International Chamber of Commerce (ICC) eine Entscheidung auf die Zahlung der Hälfte getroffen.<ref>nuklearforum.ch: [http://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/einigung-im-streit-um-belene-kompensationszahlungen Einigung im Streit um Belene-Kompensationszahlungen] vom 1. November 2016</ref>
 
   
 
→ Nucleopedia: [http://de.nucleopedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Belene Kernkraftwerk Belene ]<br /><br />
 
→ Nucleopedia: [http://de.nucleopedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Belene Kernkraftwerk Belene ]<br /><br />

Aktuelle Version vom 29. April 2021, 16:03 Uhr

Atomenergie in Europa > Bulgarien > Belene (Bulgarien)

4 Druckwasserreaktoren • Leistung: 4 x 1.000 MW • Typ: 4 x WWER-1000 •
Bestellung: 1981/1981/1984/1984 • Hersteller: Atomenergo Export •
Baubeginn: 1984/1986 (Belene-1 und 2) • Geplante Fertigstellung: 1990/1991/2000/2000 •
Baustopp: 1989/1989/1991/1991 •[1] Projektende: 28. März 2012[2]



Nicht fertiggestelltes zweites AKW in Bulgarien

Belene (Bulgarien)

Das Atomkraftwerk Belene sollte in der Nähe des gleichnamigen Ortes am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, errichtet werden. Es sollte nach Kosloduj das zweite AKW des Landes werden und bis zu sechs große Einheiten umfassen, wurde aber nicht fertiggestellt.[3]

Belene-1 bis -4, sowjetische Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung, waren 1981/1981/1984/1984 bei der sowjetischen Atomenergo Export bestellt worden. 1984 und 1986 wurde mit den Bauarbeiten an den ersten beiden Einheiten begonnen, die 1990 und 1991 in Betrieb gehen sollten. Die Inbetriebnahme der Einheiten 3 und 4 war für 2000 geplant. Belene -3 und -4 wurden jedoch im Dezember 1989 verworfen, Belene-1 und -2 im Juli 1991.[1]

Keine Investoren für Belene

Der Baustopp 1991 erfolgte wegen fehlender finanzieller Mittel; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt worden. Später nahm die Regierung ihre Neubaupläne wieder auf und schloss mit der russischen ROSATOM-Tochter Atomstroiexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2009 lehnte es die neue Regierung jedoch ab, wie bislang geplant einen Anteil von 51 % an dem AKW zu halten. Daraufhin stieg RWE, das die restlichen 49 % übernehmen sollte, im Oktober 2009 aus.[3]

Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für das 10 Mrd. Euro teure Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.[2] Auch hatte der Druck aus Brüssel und Washington zugenommen, das Projekt abzusagen. Eine Einheit war zu jenem Zeitpunkt fertiggestellt, die andere zur Hälfte.[4]

Dritter Anlauf

Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme hatte das Referendum jedoch keine verbindliche Wirkung. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.[5]

Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.[6]

Im Juni 2016 verurteilte ein internationales Schiedsgericht Bulgarien wegen des aufgegebenen Projekts zu einer Schadenersatzzahlung von 550 Millionen Euro an den russischen Konzern Atomstroiexport. Bulgarien versuchte zunächst, Kraftwerksteile zu verkaufen, was misslang. Im August wurde berichtet, dass die Regierung weiterhin Investoren suchte, um die Anlage doch noch fertigstellen zu können.[4]

Im Oktober 2016 wurde eine Vereinbarung geschlossen, laut der das staatliche bulgarische Elektrizitätsunternehmen Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) eine Schadenersatzsumme von 600 Mio. Euro an Atomstroiexport bezahlen sollte. Die ASE hatte ursprünglich 1,2 Mrd. Euro gefordert.[7]

Nachdem im Mai 2018 die chinesische CNNC ihr Interesse an einem Bau und der bulgarische Ministerpräsident eine Wiederaufnahme des Projekt angekündigt hatten, entschied das Parlament im Juni, neue Investoren zu suchen. Im August 2019 gingen 13 Bewerbungen von Unternehmen ein, die am Projekt teilnehmen wollten. Rosatom, Framatome und General Electric einigten sich im Juni 2020 grundsätzlich darauf, ein Konsortium für ihre Bewerbung zu bilden.[3]

→ Nucleopedia: Kernkraftwerk Belene

(Letzte Änderung: 29.04.2021)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 IAEO: LES CENTRALES NUCLEAIRES DANS LE MONDE von 1997
  2. 2,0 2,1 FTD.de: Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf vom 28. März 2012 (via WayBack)
  3. 3,0 3,1 3,2 WNA: Nuclear Power in Bulgaria abgerufen am 28. April 2021
  4. 4,0 4,1 FAZ.net: Projekt Belene - Bulgarien sucht Investoren für halbfertiges Atomkraftwerk vom 12. August 2016
  5. worldnuclearreport.org: Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant vom 27. Februar 2013 (via WayBack)
  6. n-tv.de: Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung vom 30. Mai 2013
  7. nuklearforum.ch: Einigung im Streit um Belene-Kompensationszahlungen vom 1. November 2016