AtomkraftwerkePlag Wiki
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Baubeginn: 31. März 1987 • Projektende: 28. März 2012<ref name="IAEO_Country_Profiles_Bulgaria">IAEO: [https://cnpp.iaea.org/countryprofiles/Bulgaria/Bulgaria.htm Country Nuclear Power Profiles/Bulgaria] abgerufen am 14. Februar 2015</ref><br />}}<br />
 
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==Nicht fertiggestelltes zweites AKW in Bulgarien==
==Keine Investoren für Belene==
 
Belene am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, ist der Standort für ein geplantes zweites Atomkraftwerk neben [[Kosloduj (Bulgarien)|Kosloduj]], das aber nie fertiggestellt wurde. Es sollte bis zu sechs große Einheiten umfassen.<ref name="WNA">WNA: [http://world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/bulgaria.aspx Nuclear Power in Bulgaria] abgerufen am 10. März 2016</ref>
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Das Atomkraftwerk Belene sollte in der Nähe des gleichnamigen Ortes am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, errichtet werden. Es sollte nach [[Kosloduj (Bulgarien)|Kosloduj]] das zweite AKW des Landes werden und bis zu sechs große Einheiten umfassen, wurde aber nicht fertiggestellt.<ref name="WNA">WNA: [http://world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/bulgaria.aspx Nuclear Power in Bulgaria] abgerufen am 10. März 2016</ref>
   
 
Die bulgarische Regierung hatte laut IAEO 1987 mit dem Bau an zwei sowjetischen Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung begonnen.<ref name="IAEO_Country_Profiles_Bulgaria"/>
 
Die bulgarische Regierung hatte laut IAEO 1987 mit dem Bau an zwei sowjetischen Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung begonnen.<ref name="IAEO_Country_Profiles_Bulgaria"/>
   
 
==Keine Investoren für Belene==
 
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Wegen fehlender Gelder wurde der Bau 1991 gestoppt; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt. Später nahm die Regierung ihre Pläne wieder auf und schloss mit dem russischen Konzern Atomstroyexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2019 lehnte es die neue Regierung ab, weiterhin einen Anteil von 51% zu halten, woraufhin [[RWE]] im Oktober 2009 ausstieg.<ref name="WNA"/>
 
Wegen fehlender Gelder wurde der Bau 1991 gestoppt; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt. Später nahm die Regierung ihre Pläne wieder auf und schloss mit dem russischen Konzern Atomstroyexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2019 lehnte es die neue Regierung ab, weiterhin einen Anteil von 51% zu halten, woraufhin [[RWE]] im Oktober 2009 ausstieg.<ref name="WNA"/>
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Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für seinen Anteil von 51 % an dem 10 Mrd. Euro teuren Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.<ref>FTD.de: [http://web.archive.org/web/20120329092650/http://www.ftd.de/politik/europa/:absage-an-russland-bulgarien-gibt-plaene-fuer-akw-belene-auf/70015518.html Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf] vom 28. März 2012 (via WayBack)</ref>
 
Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für seinen Anteil von 51 % an dem 10 Mrd. Euro teuren Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.<ref>FTD.de: [http://web.archive.org/web/20120329092650/http://www.ftd.de/politik/europa/:absage-an-russland-bulgarien-gibt-plaene-fuer-akw-belene-auf/70015518.html Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf] vom 28. März 2012 (via WayBack)</ref>
   
==Zweiter Anlauf==
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==Neuer Anlauf==
 
Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme ist das Referendum jedoch ungültig. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.<ref>worldnuclearreport.org: [http://web.archive.org/web/20150404152937/http://www.worldnuclearreport.org/Bulgarian-Parliament-Votes-to.html Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant] vom 27. Februar 2013 (via WayBack)</ref>
 
Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme ist das Referendum jedoch ungültig. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.<ref>worldnuclearreport.org: [http://web.archive.org/web/20150404152937/http://www.worldnuclearreport.org/Bulgarian-Parliament-Votes-to.html Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant] vom 27. Februar 2013 (via WayBack)</ref>
   
Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/Bulgarien-holt-Belene-aus-der-Versenkung-article10735766.html Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung] vom 30. Mai 2013</ref> Dies wurde im Dezember 2013 bestätigt.<ref name="wirtschaftsblatt.at_02122013">wirtschaftsblatt.at: [http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/dossiers/1493325/Bulgarien-will-zweites-AKW-in-Belene-doch-bauen Bulgarien will zweites AKW in Belene doch bauen] vom 2. Dezember 2013</ref><br /><br />
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Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.<ref>n-tv.de: [http://www.n-tv.de/politik/Bulgarien-holt-Belene-aus-der-Versenkung-article10735766.html Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung] vom 30. Mai 2013</ref> Dies wurde im Dezember 2013 bestätigt.<ref name="wirtschaftsblatt.at_02122013">wirtschaftsblatt.at: [http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/dossiers/1493325/Bulgarien-will-zweites-AKW-in-Belene-doch-bauen Bulgarien will zweites AKW in Belene doch bauen] vom 2. Dezember 2013</ref>
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→ Nucleopedia: [http://de.nucleopedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Belene Kernkraftwerk Belene ]<br /><br />
   
 
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Version vom 11. März 2016, 16:36 Uhr

Atomenergie in Europa > Bulgarien > Belene (Bulgarien)

2 Druckwasserreaktoren • Leistung: 1.000 MW/1.000 MW • Typ: WWER-1000/ WWER-1000 •
Baubeginn: 31. März 1987 • Projektende: 28. März 2012[1]


Nicht fertiggestelltes zweites AKW in Bulgarien

Das Atomkraftwerk Belene sollte in der Nähe des gleichnamigen Ortes am Donauufer, ganz im Norden Bulgariens an der Grenze zu Rumänien, errichtet werden. Es sollte nach Kosloduj das zweite AKW des Landes werden und bis zu sechs große Einheiten umfassen, wurde aber nicht fertiggestellt.[2]

Die bulgarische Regierung hatte laut IAEO 1987 mit dem Bau an zwei sowjetischen Druckwasserreaktoren mit je 1.000 MW Leistung begonnen.[1]

Keine Investoren für Belene

Datei:Finger weg von Belene.jpg

"Finger weg von Belene!"

Wegen fehlender Gelder wurde der Bau 1991 gestoppt; zu diesem Zeitpunkt war die Einheit 1 zu 40 % fertiggestellt. Später nahm die Regierung ihre Pläne wieder auf und schloss mit dem russischen Konzern Atomstroyexport (ASE) im Januar 2008 einen Vertrag über 4 Mrd. US-Dollar ab. Im September 2008 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt, und die Fertigstellung von Belene-1 und -2 war für Dezember 2013 bzw. Juni 2014 vorgesehen. Im September 2019 lehnte es die neue Regierung ab, weiterhin einen Anteil von 51% zu halten, woraufhin RWE im Oktober 2009 ausstieg.[2]

Nachdem der staatliche bulgarische Versorger NEK keine neuen ausländischen Investoren für seinen Anteil von 51 % an dem 10 Mrd. Euro teuren Projekt fand und Bedenken wegen der Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet geäußert wurden, gab die Regierung unter Borisov die Neubaupläne 2012 auf.[3]

Neuer Anlauf

Bei einem am 17. Januar 2013 abgehaltenen Referendum stimmten die Teilnehmer zwar mehrheitlich für den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Aufgrund der zu geringen Teilnahme ist das Referendum jedoch ungültig. Am 27. Februar 2013 wurde der Weiterbau von Belene durch eine klare Mehrheit im bulgarischen Parlament abgelehnt.[4]

Im Mai 2013 kündigte die neue sozialistische Regierung an, das Atomprojekt Belene doch wieder angehen zu wollen.[5] Dies wurde im Dezember 2013 bestätigt.[6]

→ Nucleopedia: Kernkraftwerk Belene

(Letzte Änderung: 11.03.2016)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 IAEO: Country Nuclear Power Profiles/Bulgaria abgerufen am 14. Februar 2015
  2. 2,0 2,1 WNA: Nuclear Power in Bulgaria abgerufen am 10. März 2016
  3. FTD.de: Bulgarien gibt Pläne für AKW Belene auf vom 28. März 2012 (via WayBack)
  4. worldnuclearreport.org: Bulgarian Parliament Votes to Abandon Belene Nuclear Plant vom 27. Februar 2013 (via WayBack)
  5. n-tv.de: Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts - Bulgarien holt Belene aus der Versenkung vom 30. Mai 2013
  6. wirtschaftsblatt.at: Bulgarien will zweites AKW in Belene doch bauen vom 2. Dezember 2013