Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Japan > Ashihama (Japan)

2 Siedewasserreaktoren • Leistung: 2 x 1.350 MW • Ankündigung: 1963 •
Geplanter Baubeginn: 2000 • Geplante Inbetriebnahme: 2005 • Projektende: 22. Februar 2000[1][2][3]


Ashihama war ein geplantes Atomkraftwerk, welches in der gleichnamigen Küstenregion in der Präfektur Mie zwischen den Küstenstädten Kisei und Nanto errichtet werden sollte.[3] Der Standort war ausgesucht worden, weil der Betreiber, die Chubu Electric Power Company, wegen der geringen Anzahl ansässiger Fischereigenossenschaften nur wenig Widerstand erwartete.[4]

Das AKW Ashikama wurde 1963 zum ersten Mal von der Chubu Electric Power Company angekündigt.[2] Es sollte mit zwei Siedewasserreaktoren mit einer Leistung von je 1.350 MW ausgerüstet werden, deren Inbetriebnahme für 2005 und 2007 geplant war.[1]

Das AKW war Jahrzehnte lang Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen der Atomlobby und der lokalen Bevölkerung gewesen. Noch 1996 wurde berichtet, dass der Baubeginn 2000 erfolgen sollte. Die Baukosten wurden auf 999 Mio. Yen geschätzt. Erst am 22. Februar 2000 gab der Gouverneur der Präfektur Mie die Stornierung des Projekts bekannt. Er begründete dies damit, dass die nötige Kooperation und Unterstützung für die Anlage bei den Anwohnern und den lokalen Behörden fehle. Insbesondere nach dem Atomunfall von Tokaimura hatte die Ablehnung der Atomenergie in der Bevölkerung deutlich zugenommen. Die Chubu Electric Power Company kündigte an, einen anderen Standort für das Atomkraftwerk zu suchen.[3][2][5]

Neben Ashihama mussten im Jahr 1994 das geplante AKW Hohoku in der Präfektur Yamaguchi sowie 2003 → Suzu in der Präfektur Ishikawa aufgegeben werden. In allen diesen Fällen war es zu Widerstand von Seiten der Bürger gekommen.[6]

Weitere Links

→ Nucleopedia: Kernkraftwerk Ashihama
→ IAEO: NUCLEAR DEVELOPMENTS IN THE ASIA AND PACIFIC REGION (S. 16) vom Juli 1993

(Letzte Änderung: 20.03.2020)

Einzelnachweise

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